Uns fehlen die Weisen

Diese Abhandlung "Uns fehlen die Weisen" ist vom 14.04.2014. (Nr. 264)

Den Grund zum Schreiben dieser Abhandlung lieferten mir 3 Nachrichten innerhalb der letzten 6 Tage.

Nachricht 1:
Am Mittwoch, den 09.04.2014 entschied der Rat der Philosophischen Fakultät Rostock ein offizielles Verfahren zur Verleihung der Ehrendoktorwürde an
Edward Snowdon einzuleiten.

In meinem offenen Brief an Joachim Gauck wegen des Artikels „Gauck in tiefer Sorge“ vom 26.07.2013 in der Passauer Neuen Presse habe ich den Fauxpas/die Entgleisung von Joachim Gauck beanstandet, dass er dem Verräter Edward Snowdon Hochachtung zollt.

 

Nachricht 2:
Ex-Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) ist Ehrendoktor. Die Universität zu Lübeck zeichnete sie am Freitag, den 11.04.2014 mit dem Titel "Doktor h.c." aus. Ihren wissenschaftlichen Doktorgrad hatte Annette Schavan 2013 wegen einer Plagiats-Affäre verloren. Die Universität hatte trotz des Konflikts um die Dissertation der CDU-Politikerin an der Verleihung der Ehrendoktorwürde festgehalten. Siehe dazu auch die Nr. 172 „Die Verunglimpfung des Jahres 2011

Gut, dass sich Annette Schavan ab Juli 2014 selbst als "deutsche Botschafterin beim Heiligen Stuhl" - von Deutschland weg und hin in den Vatikan - entsorgt hat.

 

Nachricht 3:
Und noch etwas vom 15.04.2014 aus dem Spiegel:
Ein neuer Skandal unterminiert das Vertrauen der Verbraucher in die Gütesiegel der Fleischwirtschaft. Der wichtigste Geflügellieferant für NEULAND-Produkte hat zugegeben, jahrelang konventionell gehaltene Tiere gekauft, geschlachtet und das Fleisch mit dem Siegel "konforme Ware" verkauft zu haben, berichtet die Wochenzeitung "Die Zeit".
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Was sagt uns das?:
Egal, wo man hinblickt, egal, ob es um Hochtrabendes geht, wie Doktorwürden oder Ehrendoktorwürden oder ob um Banales, wie Geflügel mit Gütesiegel, es geht nur noch um Macht und Geld.
Jede(r) Gescheite, wie auch jede(r) Mächtige oder auch manche(r) Tadellose geben vor, tadellos zu sein - bis sie zu Recht getadelt werden.

Siehe dazu (Uli Hoeness) Nr. 241 oder das Beispiel Odenwaldschule mit Gerold Becker und seinen Freund, Hartmut von Hentig. (ER)

Wenn Gescheite getadelt werden, dann wehren sie sich mit gescheiten Sätzen (Rhetorik), um ihr wohlfeiles Tun einigermaßen zu rechtfertigen.
Hier denke ich im Besondern an
Margot Käßmann und schon drängt sich mir das Wort "scheinheilig" auf - bei guter Rhetorik.

Wenn Mächtige getadelt werden, dann wehren sie sich mit Macht, um ihr wohlfeiles Tun weiter mit Macht betreiben zu können. Wer die Macht hat bestimmt, wo es lang geht. Wer ehrlich ist und Verstand hat, der wird gebeugt. Die Macht und Lügen (Fake News) schaffen Tatsachen. (Putin / Krim) Der Ehrlichen rebellieren evtl., wenn sie den Mut dazu aufbringen, und schauen dem mächtigen Treiben machtlos zu.
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Zu den beiden Ehrendoktorwürden:
Mittlerweile ist der Konkurrenzkampf unter den Universitäten soweit entartet, dass den Gescheiten unter den Gescheiten scheinbar jedes Mittel recht ist, um Aufsehen zu erregen, um aufzufallen.

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3 Fragen:

 

1. Warum sind es immer nur die Gescheiten und die Intellektuellen, welche die Entwicklungen vorantreiben zur Mehrung von Macht, Einfluss und Geld?

 

2. Warum findet sich - bis heute im Jahr 2014 - kein Gescheiter oder Intellektueller, der seine Macht, seinen Einfluss, sein Geld dazu nutzt, um damit Frieden zu stiften?


3. Warum wird nicht in jedem Staat dieser Erde ein Rat der 5 Weisen eingeführt, um den Mächtigen, um den Einflussreichen, um den Reichen und Superreichen ihre Grenzen aufzuzeigen?

 

Siehe dazu "Sucht die 5 Weisen in jedem Land!"
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Was ist, wenn kein Weiser zu finden ist, der einem den richtigen Weg weisen kann?

 

Dann hilft die Neunzigzehn-Regel.

 

Diese Regel erspart Enttäuschungen!

Wenn Du Dir in Deinem Leben zukünftig Enttäuschungen ersparen möchtest, dann beherzige die Neunzigzehn-Regel .
 

Kurze Erklärung:

Die Neunzigzehn-Regel, oder 90:10-Regel sagt, dass von 10 Menschen nur einer wirklich sein Fach beherrscht. 9 von 10 sind Mitredner, Mitprofitierer, Mitläufer.
Wenn Du zum Arzt gehst, dann erwarte nicht, dass Dir wirklich geholfen wird. Vielleicht hast Du ja Glück, dass Du bei dem Einen gelandet bist, der gut ist und Dir helfen kann.
Zumindest kann Dir diese Neuzigzehn-Regel zukünftig helfen aktiv nach weiteren Lösungen zu suchen, wenn Du das Gefühl hast, nicht richtig behandelt worden zu sein.


Wenn Du studierst, dann gehe davon aus, dass da Wissen-Weitergeber* sind, die ihr angelerntes Wissen weitergeben. Ob sie wirklich wissen, dass erfährst Du nie.
Ob deren Wissen richtig ist, das solltest Du prüfen. Dafür musst Du Dich aber anstrengen und zu
DenKen beginnen. Nur, wer strengt sich schon an?

Wenn Du ein 1a-Hähnchen - und auch noch teurer - von NEULAND oder welchem Großanbieter auch immer isst, dann gehe davon aus, dass es kein 1a-Hähnchen ist. Auch hier solltest Du DenKen!


Wenn Du die Neuzigzehn-Regel verinnerlicht hast,

dann werden Dir viele Enttäuschungen erspart bleiben.

* zu Wissen-Weitergeber siehe auch die "Wissenwiedergeber" und die Nr. 216 "Wissen ist meist fremdes Wissen"

Zuallerletzt:
Wenn Dir jemand heute sagt, dass er sich morgen gänzlich ändern wird, dann erwarte nach der Neuzigzehn-Regel nicht viel. Sollten die Erwartungen doch erfüllt werden (ca. 10%), dann freue Dich! Sollten die Erwartungen nicht erfüllt werden, dann verurteile nicht, denn es lag doch im Rahmen der Erwartungen, im Rahmen der Wahrscheinlichkeit von 90% Misserfolg. Und werfe Demjenigen/Derjenigen nicht vor, sein/ihr Versprechen nicht gehalten zu haben. Vorwürfe machen alles nur noch viel schlimmer, da die Menschen kaum bis
nicht zugeben können. (ER)

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Nun zu den Philosophen, die eigentlich die Denker, die Vordenker sein sollten.
Bei den Philosophen gilt leider auch die Neunzigzehn-Regel. D.h., nur einer von zehn Philosophen wird evtl. dem Anspruch gerecht auf der Suche nach der Weisheit zu sein.

Das, was vor ca. 2500 Jahren in China und in Chriechenland – unabhängig voneinander – erdacht wurde, dass kann nicht verbessert werden, dass hat Bestand bis in alle Ewigkeit. Man sollte es nur verstehen. -> siehe dazu die Nr. 289 HERAKLIT

Um die Philosophie zu verstehen muss man das DenKen lernen.
Was passiert, wenn man das DenKen über die Philosophie begonnen hat?
Dann beginnt man zu verstehen, dass die Philosophen Suchende sind.

 

Am Besten hat das Dieter Vollmuth am 10.08.2015 beschrieben:

Die Philosophen versuchen Lösungen zu erdenken, die sie gar nicht erdenken brauchen, weil es zu jedem Problem die logische Lösung gibt. Das Problem und die Lösung - auch wenn sie zeitlich getrennt sind - gehören immer zusammen. Deshalb ist die logische Lösung bereits im Problem enthalten. Nur wenn man den Fokus auf das Problem richtet und sich dabei festbeißt und verspannt, kann man die Lösung nicht sehen. Denn, um die logische Lösung zu erkennen, müsste man sich nur entspannen und den Blick sich weiten lassen.

Die Lösung aktiv zu erdenken bedeutet sich am Problem festzubeißen. Es reicht völlig aus sich zu entspannen und die logische Lösung zu erfassen. Philosophen sind noch nicht einmal Suchende, denn sie wissen ja gar nicht, dass sie nichts wissen. Erst dann, wenn sie das wüssten und spürten, dass mit ihnen etwas nicht stimmt und aktiv versuchten die Wahrheit herauszufinden - erst dann könnte man von Suchenden sprechen.

Philosophen hängen im Verstand und deshalb können sie die Wahrheit nicht erkennen, selbst dann nicht, wenn man sie ihnen sagt. Ein Philosoph, der nicht mehr im Verstand hängt, ist kein Philosoph mehr, sondern auf dem Weg zu erkennen, dass er ein Weiser ist.

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Was machen stattdessen - statt dem DenKen - unsere Philosophie-Studenten:
Sie müssen sich die Gedanken von vielen „sogenannten Philosophen“ - dies sind Suchende!!! - eintrichtern plus der Interpretationen dazu, die sich
Hermeneutik (ER) nennt. Das ist kein DenKen, das ist nur Speicherplatz belegen!


Und was kommt dabei raus? Schönwetter-Philosophen, wie Richard David Precht (Nr. 240), der genauso tickt, wie alle sonstigen Schönwetter-Pilosophen, deren Ziel es ist ihren Einfluss, sprich ihr Geld zu vermehren.

Hier verweise ich auf einige Gedanken von mir zum Thema Philosophie, die das Vorgenannte stützen:


Gedanken über unsere heutigen Philosophen Nr. 232

Philosophen sind auf dem richtigen Weg - hin zum Denken. Ob sie wirklich DENKEN können und nicht nur ihr angelerntes Wissen wiedergeben, das bleibt den Zuhörenden verborgen. Nr. 218

Wenn die Menschheit die Fähigkeit zum Denken in zunehmendem Maße einbüßt, wie aus Nr. 182 und Nr. 185 zu ersehen ist, dann verliert die Menschheit auch in zunehmendem Maße die Fähigkeit Konflikte zu lösen. Nr. 226


Immanuel Kant, ein irrer Wirrer Nr. 206

Kant-Versteher sind Verstehenmüsser Nr. 237

Der Rückgang der Philosophie hat folgende Ursachen. Nr. 159

Vielfresser und Vielwisser haben etwas gemeinsam Nr. 142

Was ist Philosophie Nr. 124

Die 6 Möglichkeiten des Denkens DI

Warum werden die Menschen nicht gescheiter? Nr. 113

Siehe auch:
Gespräch mit Buddha: "Der Weg hin zur Weisheit" Nr. 222

Und die Bankrotterklärung der Philosophen an das DENKEN, die Nr. 246 "
Philosophen beantworten die wichtigsten Fragen, wie "Was ist Gerechtigkeit" aus DIE ZEIT vom Juni 2013"  

 

Peter Sloterdijk - armes Menschlein  Nr. 337

 

Wo sind die Weisen?


Informatioen dazu erbeten an ulrichhrose@web.de
 

Ulrich H. Rose vom 18.04.2014

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Vom Glauben über DenKen, die Intelligenz, Bewusstsein und Erkenntnissen bis zur Weisheit. Ulrich H. Rose vom 10.07.2017

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Der blinde Fleck beim Denken. Von Ulrich H. Rose vom 09.08.2010

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Die Philosophen versuchen Lösungen zu erdenken, die sie gar nicht erdenken brauchen, weil es zu jedem Problem die logische Lösung gibt. Das Problem und die Lösung - auch wenn sie zeitlich getrennt sind - gehören immer zusammen. Deshalb ist die logische Lö

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Philosophen sind noch nicht einmal Suchende, denn sie wissen ja gar nicht, dass sie nichts wissen. Erst dann, wenn sie das wüssten und spürten, dass mit ihnen etwas nicht stimmt und aktiv versuchten die Wahrheit herauszufinden - erst dann könnte man von S

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Philosophen hängen im Verstand und deshalb können sie die Wahrheit nicht erkennen, selbst dann nicht, wenn man sie ihnen sagt. Ein Philosoph, der nicht mehr im Verstand hängt, ist kein Philosoph mehr, sondern auf dem Weg zu erkennen, dass er ein Weiser is

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Die Philosophen sind auf der Suche nach Weisheit, sie sind Suchende - nicht Wissende. Spruch von Ulrich H. Rose vom 12.01.2015

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Das Gegenteil von weise ist Wissen. Ulrich H. Rose vom 25.03.2010

Siehe zu diesem Spruch auch "Wissenwiedergeber"

 

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Hier gehts weiter zu "Die Voraussetzung, um weise zu werden"

 

oder zum Kontrastprogramm zur Weisheit, zu

"Die schleichende Volksverdummung"

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