Intelligente Wesen denken nach Wahrscheinlichkeiten.

Diese Überschrift "Intelligente Wesen denken nach Wahrscheinlichkeiten" hat ihren Ursprung

in der Nr. 83 in Definition-Bewusstsein.de

Intelligente Wesen denken nach Wahrscheinlichkeiten. (wir Menschen sind nicht gemeint)
von Ulrich H. Rose vom 28.08.2008

 

Wenn Dir nicht klar ist, was Intelligenz ist, dann lese die zuvorige Abhandlung durch  "Definition Intelligenz"

Was ist der Vorteil solch einer Denkweise?
Wer in Wahrscheinlichkeiten denkt und weiß, oder erkennt dass sein Gesprächspartner dies ebenfalls tut, der kann nicht in Streit geraten.
 

Beispiele für Denken nach Wahrscheinlichkeiten:

 

Beispiel für das Denken nach Wahrscheinlichkeiten von zwei intelligenten Wesen (IW):

IW Nr. 1
sagt: Diese grüne Vase ist unpraktisch.
IW Nr. 2 denkt: „Das sehe ich anders“ und sagt: Die Vase ist nicht grün, sondern rot und ich finde die Vase praktisch.

IW Nr. 1 denkt: Aha, Nr. 2 sieht die Vase rot und Nr. 1 akzeptiert dies, weil er das Wissen hat, dass Nr. 2 weiß, was er sagt, was er sieht, was er denkt und ausspricht.
Jetzt kann Nr. 1 denken, wenn er es weiß oder vermutlich richtig schlussfolgert, dass Nr. 2 die Vase in rot sieht, weil Nr. 2 z. Bsp. farbenblind ist, oder die Farbe grün bei Nr. 2 eine andere Bedeutung hat (in diesem Falle sagt Nr. 2 rot, sieht aber ebenfalls den gleichen Farbton, wie Nr. 1), dass das Thema grün oder rot nicht unbedingt zu klären ist, da die wichtige Aussage in seinem Satz diejenige ist, dass die Vase „unpraktisch“ ist.
Deshalb ist die nächste Frage: „Ich finde die Vase unpraktisch, weil ......, warum findest Du diese Vase praktisch?

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Beispiel für das Denken nach Wahrscheinlichkeiten von einem intelligenten Wesen (IW) und einem kontraintelligenten Wesen (KIW):

IW Nr. 1 
sagt: Diese grüne Vase ist unpraktisch.
KIW Nr. 2 denkt „das sehe ich anders“ und sagt: Die Vase ist nicht grün, sondern rot und ich finde die Vase praktisch.

IW Nr. 1 denkt sich die Wahrscheinlichkeiten durch: Aha, Nr. 2 sagt, dass er die Vase rot sieht, weil er:
- Die Farbe grün anders beschreibt, in diesem Falle mit dem Wort rot.
- farbenblind ist,
- sich versprochen hat,
- mich anlügt und denkt, „das möchte ich erst klären wegen des Farbtones“, und denkt weiter, „was bringt es mir in der Folge der weiteren Diskussion mit einem kontraintelligenten Wesen?

--> eher nichts, als Streit“,
und sagt: „Ich finde die Vase unpraktisch, weil ......, warum findest Du diese Vase praktisch?“

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Beispiel für das Denken von zwei kontraintelligenten Wesen (KIW):

KIW Nr. 1
sagt: Diese grüne Vase ist unpraktisch.
KIW Nr. 2 denkt „das sehe ich anders“ und sagt: Die Vase ist nicht grün, sondern rot und ich finde die Vase praktisch.

KIW Nr. 1 denkt: So ein Quatsch, die Vase ist doch grün und sagt zu Nr. 2: Die Vase ist grün.
Darauf hin geht es hin und her, jeder besteht darauf, dass seine Sichtweise die richtige ist. Daraus entsteht Streit und beide denken nicht mehr an die wichtige und eigentlich diskussionswürdige Aussage des Satzes, dass die Vase unpraktisch ist.

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Nachtrag am 30.01.2011: Warum können wir Menschen kaum bis nicht in Wahrscheinlichkeiten denken?

Weil die Evolution uns so werden ließ, denn:

Denken nach Wahrscheinlichkeiten denken mit dem dazugehörigen „zugeben können von Fehlern“ wäre vor tausenden von Jahren fatal für die Menschen gewesen, denn diese Menschen überlebten nicht.

Deshalb konnte sich auch kein intelligentes Verhalten bei den Menschen und auch keine Intelligenz entwickeln - bis auf wenige Ausnahmen. Diese wenigen intelligenten Menschen haben leider keine Chance sich gegen die geballte Kontraintelligenz der Mehrheit durchzusetzten und sind deshalb eher ruhig und zurückhaltend. Schade für beide Seiten! Ende Nachtrag

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Schon 3 Jahre zuvor, im Mai 2005, formulierte ich Folgendes:

 

Die Richtigkeit einer Aussage nährt sich von Wahrscheinlichkeiten,

die wiederum auf Wahrscheinlichkeiten basieren.

D.h., es gibt keine 100%ige Aussage.

Wer das so versteht und im tagtäglichen Leben und vor allem in Gesprächen so umsetzt, der gerät kaum in einen Streit.

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Ich dagegen verhalte mich manchmal - in besonderen Gesprächen, wo es um Grundsätzliches* geht - dumm, was zu Gesprächsabbrüchen führt.

* Grundsätzliches sind in diesen besonderen Gesprächen die Begriffe - also wichtige Teile von Aussagen -, die verwendet werden, ohne dass sich mein Gegenüber darüber klar ist.

 

Wenn Du den LINK zu "Begriffe" durchgelesen hast, dann wirst Du "begriffen" haben, dass es starke Begriffe gibt, die höchstwahrscheinlich unstrittig sind.

 

Daneben gibt es noch schwache Begriffe, sehr schwache Begriffe, Hirngespinste, sinnlose Begriffe und Kaugummibegriffe.

 

An diesen letztgenannten Begriffen, da entzündet sich manchmal ein Streit,

an dem ich schuld bin.

 

Warum habe ich daran schuld, warum bin ich da der Dumme?

Weil ich mich da an Konfuzius halte, der sagte:

"Soll die Gemeinschaft sich ordnen und der Einzelne seine Bestimmung erfüllen, dann müssen zuerst die Begriffe in Ordnung gebracht werden, denn die Unordnung ist zuerst im Denken."

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Beispiele:

 

A. Wahrheit: Wer nicht weiß, was die Wahrheit ist, d.h., wer nicht weiß, was richtig und falsch ist, mit demjenigen ist kein sinnvoller Gedankenaustausch möglich. Siehe dazu "Es gibt nur eine Wahrheit"

 

B. Gott: Wer nicht weiß, auf was sich ein Mensch einlässt, wenn er an sich glaubt, dass er besser ist als Andere, wenn er an Götter glaubt, denn ist kein sinnvoller Gedankenaustausch möglich. Menschen, die sich auf den Glauben oder auf Götter einlassen, die sind nicht bei sich, die haben sich verlassen. Die sind von allen guten Geistern, von ihrem Geist verlassen.

 

Siehe dazu "Der Glaube ist das allergrößte Problem der Menschen"

und "Die gelb-blau karierte Stahlbeton-Gurke"

Intelligente Wesen* denken nach Wahrscheinlichkeiten. * damit sind wir Menschen nicht gemeint. Spruch von Ulrich H. Rose vom 28.08.2008

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Intelligenz ist zugeben können und nicht glauben müssen plus dem Denken nach Wahrscheinlichkeiten. Ulrich H. Rose vom 14.08.2002

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Vom Glauben über DenKen, die Intelligenz und Verstand zu Bewusstsein, Vernunft Liebe und Glück zu Erkenntnissen bis zur Weisheit. Einer von 250 kann DenKen. Einer von 100.000 gelangt zur Intelligenz. Ulrich H. Rose vom 10.07.2017

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Der blinde Fleck beim Denken von Ulrich H. Rose vom 09.08.2010

Aus dem blinden Fleck beim Denken ergibt sich:

 

a. Je gescheiter, desto uneinsichtiger.

 

b. Je gescheiter, desto kategorischer.

 

c. Je gescheiter, desto kompromissloser.

 

d. Je gescheiter, desto dogmatischer.

 

e. Je gescheiter, desto unreflektierter im Denken und Handeln.

 

f. Je gescheiter, desto zerstörerischer für die Menschen.

 

g. Je gescheiter, desto zerstörerischer für die Umwelt.

Ulrich H. Rose vom 09.08.2010


Siehe dazu auch "Der blinde Fleck beim Denken"

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Hier geht es weiter zu "Vollkommene Begriffe"

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