Egoist, Intelligenzquotient (IQ), Intelligenz und Bewusstsein

Veröffentlicht am 09.04.2019.

 

Diese Abhandlung kann auch als Überleitung von Definition Intelligenz hin zu Definition Bewusstsein verstanden werden.

 

Egoistisches Verhalten läuft immer unbewusst ab.

Wäre es anders - würde egoistisches Verhalten bewusst ablaufen - dann würde die Beschreibung im DUDEN unzutreffend sein.

 

In WIKIPEDIA werden die verschiedenen Aspekte von Egoismus, von poistivem und negativem Egoismus beschrieben. Diese Beschreibung ist deutlich besser, als die im DUDEN.

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Egoist:

Die Gemeinsamkeiten von Intelligenzquotient (IQ) und Intelligenz liegen nur bei der Schreibweise.

 

Weitere Gemeinsamkeiten gibt es kaum, weil

a. die Intelligenz bisher nicht eindeutig, dass heißt allgemein gültig definiert wurde und

b. der IQ-Test, aus dem der IQ hervorgeht, nichts mit Intelligenz zu tun hat, sondern nur mit dem besseren oder geringeren Zuordnen von Zahlen, Formen und Wörtern. Google dazu "ZORD-Test".

c. Wer IQ mit Intelligenz vermengt, der befüttert das bisher bestehende Chaos und Missverständnis zum Begriff Intelligenz und befeuert den negativen Egoisten.

 

Wenn wir nun für den Begriff "Egoist" die herkömmlichen Bedeutungen von Intelligenzquotient (IQ) und Intelligenz zugrunde legen, dann ergibt sich daraus, dass der Begriff Egoist eindeutig negativ besetzt ist. Durch diese negative Besetzung wurde bisher weitgehendst verhindert, dass sich Menschen hin zu „positiven Egoisten“ entwickeln konnten. Die meisten Menschen wollen demzufolge verhindern, dass sie als Egoisten bezeichnet oder beschimpft werden und versuchen in ihrer Außenwirkung ein anderes Bild von sich abzugeben, als es tatsächlich vorliegt.

 

Dies erst mal als Vorwort. Weiteres folgt weiter unten in blau.

Egoist aus dem DUDEN: Von Egoismus bestimmter, selbstsüchtiger, eigennütziger Mensch

Beispiel: Ein rücksichtsloser Egoist

Synonyme zu Egoist und Egoistin: eigennütziger/egoistischer/nur auf den eigenen Vorteil bedachter Mensch, ichbezogener/selbstbezogener/selbstsüchtiger Mensch; (gehoben) ichsüchtiger Mensch; (bildungssprachlich) Egomane, Egomanin, Egozentriker, Egozentrikerin.

 

Diese Beschreibung aus dem DUDEN beschreibt den negativen Egoisten und zeigt die Nähe der Egoisten hin zu Narzissten und Soziopathen auf.

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Egoismus aus WIKIPEDIA am 09.04.2019:

Egoismus (egoˈɪsmʊs, von lateinisch ego „ich“ mit griech. Suffix -ismus) bedeutet „Eigeninteresse“, „Eigennützigkeit“. Das Duden-Fremdwörterbuch beschreibt Egoismus als „Ich-Bezogenheit“, „Ich-Sucht“, „Selbstsucht“, „Eigenliebe“.

 

Egoismen (Plural) sind demnach Handlungsweisen, bei denen einzig der Handelnde selbst die Handlungsmaxime bestimmt.

Dabei haben diese Handlungen zumeist uneingeschränkt den eigenen Vorteil des Handelnden zum Zweck. Wenn dieser Vorteil in einer symbiotischen Lebenshaltung zugleich auch der Vorteil anderer ist, dann gilt eine solche Handlungsweise teilweise als ethisch legitimiert. Meist aber wird ein Egoist als ein kurzsichtig Handelnder im Sinne eines Raffgieregoisten verstanden, der es kaum akzeptieren kann, wenn andere Menschen ihm gegenüber sich ebenso raffgierig zeigen. Der Raffgieregoist räumt sich selbst also mehr Freiheiten ein, als er anderen zugesteht.

 

„Egoismus“ wird meistens abwertend als Synonym für rücksichtsloses Verhalten verwendet und als „unanständig“ beurteilt. Der Begriff beschreibt dann die Haltung, ausschließlich äußerliche persönliche Interessen zu verfolgen ohne Rücksichtnahme auf die Belange oder sogar zu Lasten anderer. Egoismus wird in diesem Zusammenhang als Gegenteil von Altruismus und Solidarität kritisiert, was allerdings nur dann zutrifft, wenn bei der Beurteilung des Handelns der innere Nutzen gar nicht in Betracht gezogen wird.

 

Umgekehrt existiert die Auffassung, dass Altruismus erst durch das Erlangen des eigenen Wohls möglich ist, etwa analog zu der Regel, die bei Rettungseinsätzen gilt, dass der Eigenschutz die erste Maßnahme der Ersten Hilfe ist.

 

 

Die negative Sicht auf den Egoismus als Egomanie steht im Kontrast zu einer positiven Wertung eines "gesunden" Egoismus, die im Ethischen Egoismus philosophisch ausgearbeitet ist. Eine wertungsfreie Auffassung ist die faktische Behauptung des Psychologischen Egoismus, dass alle Menschen de facto egoistisch handelten. Ebenfalls wertfrei ist das wirtschaftswissenschaftliche Modell des Homo oeconomicus.

 

Unter dem Begriff „Reziproker Altruismus“ wird versucht, das Zusammenspiel zwischen egoistischem Verhalten und Altruismus zu erörtern, wobei davon ausgegangen wird, dass egoistisches Verhalten altruistisch* sein kann.

*selbstlos, aufopfernd

 

Kriterien/Abgrenzung

1. Primat des Ichs: Unabhängig von Ziel, Zweck oder Wirkung der Einstellung oder Handlung ist für Egoismus das Vorziehen des Ichs/Ego zwingend notwendig.

 

2. Bewusstheit: Egoismus ist von Egozentrismus abzugrenzen (siehe unten). Egoismus vollzieht sich in einer mehr oder weniger bewussten und/oder gewollten Haltung. Egozentrik vollzieht sich unbewusst.

 

Evolutionsgeschichtlich sind die Antriebe zu egoistischem Verhalten aus dem Konkurrenzverhalten entstanden. Sie sind Bestandteil des menschlichen Sozialverhaltens.

 

Egoismus ist ein heftig umstrittenes Phänomen, da er von unterschiedlichen Menschen und Gruppen unterschiedlich verstanden, bewertet oder definiert wird. Oft wird er auch interessengeleitet genutzt, um bestimmte Zwecke zu erreichen: z. B. Rechtfertigung von Macht oder auch zur Herabsetzung Anderer. Deshalb ist es sinnvoll, den Begriff anhand weiterer Kennzeichnen näher zu bestimmen. Es können daher mindestens vier Formen des Egoismus unterschieden werden. Ein Versuch der Einteilung könnte so aussehen: Dem subjektiven Ansatz folgend unterscheidet man zwischen Egoismus im engeren Sinne und Egoismus im weiteren Sinne, nach dem objektiven Ansatz ist der positive vom negativen Egoismus zu trennen.

 

Egoismus im weiteren Sinne:

Betrachtet man Egoismus im weitesten Sinne, wird und muss jedes menschliche Verhalten als egoistisch eingestuft werden, denn jedem bewussten Tun liegt eine individuelle Abwägung des Nutzens der Tat zugrunde. Somit kann im weitesten Sinne selbst altruistisches Verhalten dem Egoismusbegriff untergeordnet werden, da der altruistisch Handelnde subjektiv sein Handeln als vorteilhaft bewertet, denn er empfindet den von ihm beabsichtigten Nutzen für den anderen als persönlichen Erfolg (z. B. erfolgreiche Kindererziehung, erfolgreiche medizinische Hilfe). Dies gilt auch bei allen anderen Definitionen, wird jedoch bei deren Bedeutung ausgeblendet, um eine Vereinfachung zu schaffen und den Begriff handhabbar zu machen.

 

Egoismus im engeren Sinne:

Im engeren Sinne ist ein Verhalten dann als egoistisch einzustufen, wenn der Handelnde bewusst einen Nachteil für einen Anderen in Kauf nimmt und alleine auf seinen eigenen Vorteil bedacht ist, obwohl ein alternatives Verhalten, welches den Kriterien von Gerechtigkeit und Moral sowie dem Gleichheitsprinzip entspricht, möglich wäre.

Ist ein Bewusstsein für tatsächlich entstandene Nachteile für einen Anderen als Folge des eigenen Tuns oder auch Unterlassens überhaupt nicht vorhanden, kann nicht mehr von Egoismus im engeren Sinne gesprochen werden, sondern von Egozentrismus.

 

Unter dem Wikipedia-Lemma „Egozentrismus“ ist Egoismus als „reflektierte Selbstverliebtheit“ definiert. Der Andere wird hierbei nicht als gleichberechtigtes Subjekt wahrgenommen, sondern ist nur Instrument des eigenen Lustgefühls. Dieser Egoismusbegriff ist daher negativ belegt und wird oft im Rahmen moralischer Vorwürfe benutzt.

 

Positiver Egoismus:

Beim objektiven Ansatz werden die Folgen menschlichen Handelns bewertet, weil man davon ausgeht, dass die wahren Absichten menschlichen Tuns nur schwer oder gar nicht ermittelbar sind. Von positivem Egoismus spricht man daher, wenn die Folgen selbstbezogenen Denkens und Verhaltens objektiv einen allgemeinen Nutzen haben und Einzelnen nicht schaden. Insbesondere dem Wettbewerbsgedanken liegt diese positive Auffassung von Egoismus zugrunde. Dieser Egoismus beschreibt die antreibenden, wohlstands- und damit allgemeinwohlfördernden Auswirkungen selbstbezogenen Denkens.

 

Ein weiteres Phänomen des positiven Egoismus ist „kooperativer Egoismus“, der vor allem in den USA zu beobachten ist: Diejenigen Personen, die sich am meisten für egoistische Werte wie Karriere und Selbstverwirklichung einsetzen, sind häufig zugleich diejenigen, die kommunale Aktivitäten hoch bewerten und einen großen Teil ihrer Freizeit für andere verbringen. Der kooperative Egoismus wird auch als "altruistischer Individualismus" bezeichnet. Dies zeigt, dass positiv egoistische Motive mit altruistischen Zielen verschwimmen können.

 

Der „Objektivismus“ von Ayn Rand beschreibt einen sogenannten „rationalen“ Egoismus, der von seinen Vertretern als vernünftiges und produktives Handeln zum eigenen Nutzen und unter Wahrung der negativen Schutzrechte anderer Individuen dargestellt wird. Diese Rechte schützen im Wesentlichen Leben, Freiheit und Eigentum im Sinne einer Abwehr von physischer Gewalt; ein Schutz vor struktureller Gewalt fehlt hingegen im „Objektivismus“.

 

 

Negativer Egoismus:

Hierunter werden Formen selbstbezogenen Denkens zusammengefasst, insofern dessen Folgen dem allgemeinen Wohl abträglich sind und Einzelnen Schaden zufügen. Soziale Unterschiede, Rücksichtslosigkeit, Krieg und menschliche Katastrophen sind objektiv erfassbare mögliche Folgen dieses Egoismusverständnisses.

 

 

Reflexion in den Religionen

 

Christentum

In Nachfolge Jesu von Nazaret ist eine egoistische Grundhaltung für Christen nicht möglich. Die uneigennützige Liebe – die Tradition der Kirche verwendet den Begriff Agape – ist das Ziel des Menschen. Jedoch gesteht das weiter oben bereits erwähnte und, nach Überlieferung des neuen Testaments, von Jesus selbst zitierte Beispiel „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst“ zumindest so viel Eigennutz zu, dass erst durch Erlangen des eigenen Wohls auch der „Nächste“ daran teilhaben kann. Wer sich selbst nicht liebt, kann demzufolge auch seinen Nächsten nicht lieben. Dies wiederum entspricht der Theorie, dass Altruismus ohne ein Mindestmaß an Egoismus nicht existieren kann. Ergänzung zum vorletzten Satz: Hier wird "Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst" umgedreht in das Gegenteil. Das kann gemacht werden, nur hier im Gesamtzusammenhang eine Schlussfolgerung daraus zu ziehen, das ist unlogisch und demnach unzulässig und Quatsch.

 

Spieltheorie

In der Spieltheorie könnte der Versuch eines Spielers, seinen maximalen Verlust zu minimieren, als Indikator dafür dienen, dass der Spieler egoistisch handele.

 

Das Ultimatumspiel zeigt, dass Menschen auf die Entgegennahme von Geldanteilen verzichten, wenn sie den mit ihnen zu teilenden Anteil als zu klein empfinden und wenn durch ihren Verzicht auch der „zu egoistisch“ Teilende keinen Betrag erhält. Das Verhalten des verzichtenden Individuums erscheint zunächst irrational, als Verhalten in Gruppen hat sich diese Reaktion allerdings erhalten und erweist sich damit als evolutionär bewährt. Denn durch einen drohenden Totalverlust im Falle eines Verzichts des zu Beteiligenden, wird der Verteiler dazu angehalten, den Anteil nicht "zu klein" ausfallen zu lassen, was einer rationalen Handlungsweise durchaus entspricht. Hier wirkt auch deutlich der in der Spieltheorie wichtige Unterschied zwischen einem einmalig gespielten Spiel und einem wiederholt gespielten Spiel. Bei wiederholten Spielen wird nicht nur um eine Nutzfunktion gespielt, sondern immer auch - als Metaspiel - um die Erhaltung oder Veränderung der Spielregeln selbst. Hierbei wird nicht über Gut und Böse entschieden, sondern es werden einfach die Spielregeln evolutionär selektiert, die das Vorkommen des Spieles maximieren.

 

Neurowissenschaftliche Erkenntnisse

Nikolaus Steinbeis, Psychologe am Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften, hat mit Kollegen herausgefunden, dass das kindliche Gehirn noch nicht weit genug entwickelt ist, um eine gerechte Entscheidung zu treffen. Der kindliche Egoismus kommt nicht daher, dass die Kleinen nicht großzügig sein können oder nicht wissen, was gerecht ist. Hilfe! Ein Satz mit 3 "nicht" Das Weglassen der 3 "nicht" ergibt auch kein besseres Verständnis für diesen Satz: "Der kindliche Egoismus kommt daher, dass die Kleinen großzügig sein können oder wissen, was gerecht ist."

 

Mit Experimenten aus der Spieltheorie hat Steinbeis bei 146 Kindern zwischen 6 und 14 Jahren eine bestimmte Art von sozialem Verhalten untersucht: das strategische Handeln.

 

Nayef R. F. Al-Rodhan leitet aus seiner neurologischen Forschung das Menschenbild des emotionalen amoralischen Egoismus an.

 

Ein Gradmesser für die Befriedigung egoistischer Bedürfnisse ist auch der Vergleich mit anderen Personen. So konnte in einem Experiment der Universität Bonn unter anderem das folgende Verhalten festgestellt werden: Testpersonen, welche die Anzahl von Punkten auf einem Bildschirm schätzen mussten, wurden für ein richtiges Ergebnis mit Geld belohnt. Sie reagierten auf die Information, dass ihr Mitspieler sich verschätzt hatte, während sie selbst richtig lagen, mit einer weitaus höheren Aktivität ihres Belohnungszentrums, als wenn beide Mitspieler das korrekte Ergebnis nennen konnten. Dies taten sie, obwohl die Aktivitäten des Mitspielers auf die eigene Entlohnung keinen Einfluss hatten. Der erlittene Nachteil des anderen wurde also als positiv bewertet. Möglicherweise liegt hier eine bedeutende Ursache für Phänomene wie Neid und Missgunst. Dabei ist vermutlich im Vorfeld ihrer Entstehung der Vergleich mit der jeweils avisierten Person oder Gruppe zu Ungunsten dessen ausgegangen, der den Vergleich zog.

 

Setzt man voraus, dass alle Menschen an sich egoistisch sind, könnte eine Erklärung für diese Reaktion darin liegen, dass zumindest unbewusst in dem Egoismus der Anderen grundsätzlich eine "Spitze" gegen das gleichartige Streben nach Befriedigung der eigenen Bedürfnisse gesehen wird. Dies würde daher die (in der Regel nur heimlich gehegte) Missbilligung auslösen. Bereits Thomas Hobbes sah die Ursache für solche Verhaltensweisen in einem tatsächlich stattfindenden, fortwährenden Kampf um Ressourcen, in dem grundsätzlich jeder erst einmal alles für sich beansprucht.

 

Altruistisches Verhalten resultiert ebenfalls aus dem Phänomen des Egoismus. So ist zumindest zu beobachten, dass ein sich generell eher großzügig verhaltender Mensch dabei auch eine deutliche positive Reaktion seines Belohnungssystems erfährt. Diese Menschen neigen daher eher dazu, sich wohlgefällig gegenüber anderen zu verhalten, als Menschen, bei denen diese Reaktion weitaus geringer ist oder ausbleibt.

 

Kritik

Des Öfteren wird Egoismus mit dem Begriff Ellenbogenmentalität reflektiert, um ein rücksichtsloses Verhalten von Einzelnen und Gruppen hinsichtlich ihrer Interessen anzuprangern. Im Mittelpunkt der Auseinandersetzung steht dabei die Frage, ob rücksichtsloses Verhalten durch soziale Regulierung verhindert werden kann. Diesbezüglich gehen die Meinungen – je nach (polit-ökonomischer) Weltanschauung – stark auseinander. Während die einen Regulierung befürworten, weil sie die Meinung vertreten, dass Egoismus an sich zu rücksichtslosem Verhalten führe, vertreten andere die gegenteilige Meinung. Ihrer Ansicht nach entstehen Rücksichtslosigkeit und Kriminalität erst durch Regulierung, denn diese führe zu einer Verminderung natürlicher sozialer Kompetenzen. Ein Grund für die Diskussion sind unterschiedliche Auslegungen des Begriffes „Regulierung“. Diese kann durch Gesetzgebung erfolgen aber auch durch Ausübung sozialer Kompetenz.

 

Institutionen-Egoismus

Egoismus kann sich auch auf die eigene Gruppe beziehen. Ein solcher „Institutionen-Egoismus“ erklärt oft das Verhalten des für eine bestimmte Institution Verantwortlichen unter einer Diktatur. So konzentrierten sich z. B. Leiter von Kirchen darauf, die Existenz der eigenen Kirche zu sichern. Um das zu erreichen, waren sie zu Anpassung bereit. Solche Anpassungs-Schritte drücken also keine ideologische Nähe zur Ideologie der Machthaber aus. Neben Anpassung kann es aber auch das Gegenteil geben, nämlich eine Ablehnung bestimmter Wünsche der Regierung. So wehrte sich der Präsident der Akademie der Wissenschaften in Wien gegen bestimmte Wünsche, wodurch der Tätigkeitsspielraum der Akademie eingeschränkt worden wäre. Bei anderen Erwartungen, die für die Akademie keine Nachteile brachte, konnte es dagegen durchaus Entgegenkommen geben. Aber auch wo in einer Diktatur Wünsche der Regierung abgelehnt werden, so ist darin nicht unbedingt ein prinzipieller Widerstand gegen die Regierung und ihre Ideologie zu sehen.

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Meine Gedanken von 1996 zu den Begriffen Egoist/Egoismus:

Die Wörter Egoist/Egoismus sind heutzutage leider negativ besetzt und lassen unqualifizierte Angriffe auf Personen zu. Die Folge ist, dass diese betroffenen Personen sich eventuell davon abwenden zuerst an sich zu denken. Dieses ist grundsätzlich falsch! Genau das Gegenteil wäre ratsam.

 

Begründung:

Jeder Mensch hat in sich den Lebensmittelpunkt seines Lebens, und jeder Mensch muss zuerst an sich denken – um, ausgehend von seiner Innenwirkung und bei Beachtung der 10 menschlichen Grundwerte – positiv nach außen hin wirken zu können.

 

Ein Egoist in Übereinstimmung mit den 10 menschlichen Grundwerten ist ein äußerst positiver Mensch, der, weil er zuerst an sich denkt – sich durch das Verstehen und das Leben der 10 menschlichen Grundwerte eine Basis schafft und auf Grund dieser Basis "Harmonie in sich" findet.

Nur ein Mensch mit stabiler Basis, solch ein Egoist, kann positiv wirken.

 

Vorschlag:

Das Negative am Begriff "Egoist" sollte dem Begriff "Egomane" zugeordnet werden.

 

Meine aktuellen Gedanken dazu 2019, also 23 Jahre später:

Zusammen mit meinen Gedanken vom 24.11.2014, insbesondere zum „sich bewusst sein“, ergibt das Folgendes: Da die meisten Menschen kein Bewusstsein haben, auch kein Bewusstsein entwickeln können, ist es für mich nachvollziehbar, dass sich der Begriff Egoist nur negativ entwickeln konnte. So wurden ichbezogene Menschen, die in erster Linie an sich dachten, nachvollziehbar als Egoist bezeichnet.

 

Die Begründung dazu: Die überwiegende Anzahl der Menschen sind Narzissten / Soziopathen. Einige Moralapostel, wie auch einige Religionen (Beispiel: Liebe Deinen Nächsten, wie Dich selbst.) predigen uns immer wieder und wieder, dass es schlecht ist an sich zu denken und den/die Anderen – den/die Nächsten zu vergessen.

 

Das ist alles nachvollziehbar, nur leider nach meiner Sicht falsch!

 

Warum das?

 

Meine Begründung dazu fällt 2019 etwas anders aus, als 1996. Dies hängt damit zusammen, dass ich jetzt mehr über Soziopathen weiß und leider auch schon einige persönliche Erfahrungen mit Soziopathen gemacht habe. Diese Erfahrungen waren alle negativ und bestätigen, dass ichbezogene Menschen, wie Narzissten und Soziopathen höchstwahrscheinlich Egomanen sind.

 

Jetzt möchte ich auf die Abhandlung über Egoismus in WIKIPEDIA zurückkommen. Diese Abhandlung ist hervorragend geschrieben. Gerne würde ich Denjenigen / Diejenige kennenlernen, der/die dieses verfasst hat. Diese Abhandlung stützt in einigen Passagen, insbesondere zum „positiven Egoismus“, meine weiteren Gedanken.

 

Nochmal auf das Bewusstsein zu kommen und dass sich nur sehr sehr wenige Menschen bewusst sind: Nehmen wir trotzdem mal an, dass sich die Menschen bewusst wären, dann würden die Menschen verstehen, dass Egoist sein ein sehr wichtiger Aspekt des Lebens ist. Ein bewusster Mensch muss sogar ein Egoist sein, um von sich aus (ichbezogen und von einer festen Basis aus) menschlich handeln zu können.

 

Die Grundlage dieser festen Basis sind „Die 10 menschlichen Grundwerte“. Dazu die Ausführungen aus WIPIKEDIA zum positiven Egoismus hinzugedacht ergeben einen bewussten Menschen, der von sich aus  für sich und Andere – (positiv) egoistisch handelt.

 

Noch genauer betrachtet handelt ein bewusster und egoistischer Mensch so, dass er seine Umwelt liebevoll und zuvorkommend behandelt, um auch selber so behandelt zu werden. Das bedeutet, er profitiert von seinem eigenen egoistischen Verhalten, welches sich in anderen bewussten Menschen und deren postiven Reaktionen widerspiegelt.

 

Das Problem der letzten 3 Abschnitte, es ist leider nur eine Annahme, dass Menschen sich bewusst wären.

 

Da dies die Menschen nicht sind bedeutet das, dass fast jeder Mensch seit tausenden Jahren nur an sich denkt und und darüber hinaus versucht Vorteile im Zusammenleben mit Anderen zu erreichen, ohne Rücksicht auf die Anderen. Nach Außen hin versucht jeder Mensch einen weitgehens normalen Eindruck abzugeben, auch wenn er im Innersten Egomane ist. Solch ein Verhalten spaltet unbewusst die Persönlichkeit und führt zu einer verlogenen Gesellschaft, wie wir sie haben.

 

So, jetzt kannst Du es Dir aussuchen, was Du sein möchtest nach WIKIPEDIA: Ein positiver Egoist oder ein negativer Egoist, ein Egomane.

 

Damit beende ich diesen Einschub zur Definition von Intelligenz um Dir hoffentlich etwas näher gebracht zu haben, dass es höchstwahrscheinlich für Dich ein weiter und anstrengender Weg sein wird, hin zum DenKen zu gelangen um Dich dann weiter hin zu intelligentem Verhalten zu entwickeln.

 

Vielleicht taucht dann irgendwann mal Bewusstsein bei Dir auf.

 

Ich wünsche es mir und Dir und der Menschheit von ganzem Herzen.

 

Hier geht es wieder zurück zu "bekannte Begriffe, neu definiert"

 

oder weiter zu:

"Definition Bewusstsein"

 

 

Hier gibt es Informationen zu "Was ist ein Soziopath?"

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© Ulrich H. Rose

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