Warum gerade Donald Trump?  

vom 13.11.2016

Diese Abhandlung ist - mit der Zeit - etwas ausführlich geworden.

Lasse Dich davon nicht abhalten bis zum Schluss* zu lesen, denn hier sind viele Gedanken - auch NEUES - enthalten, die Dir evtl. die Augen öffnen werden, warum Donald Trump zum 45. Präsidenten der USA gewählt wurde.

Ich zitiere hier auch einige, gute Kommentare zu Trump seit Nov. 2016, nur - hier wirst Du  Einiges erfahren, was so nicht in den Medien zu finden ist.

 

* Am Schluss gibt es den Vergleich von Amerika und der Türkei, den Glauben betreffend. (Trump : Erdogan)

A. Weil Trump kein Gewissen* hat und deshalb – ungeachtet aller Umgangsregeln – das macht, was ihm gerade in den Sinn kommt. * Das ist der Hauptgrund, der hier in "Über das DENKEN" im letzten Kapitel "Der blinde Fleck beim Denken" erklärt wird. Ein LINK fogt etwas später!

 

B. Die frauenverachtende und mächtige Haltung von Trump spricht eine große Anzahl von Männern an, die selbst gerne so sein wollen oder selbst so sind.

Aus der Psychologie wissen wir, dass Frauen sich immer wieder die gleichen Charaktere aussuchen, auch wenn es Peiniger und Machos sind.

Das erklärt den Zuspruch vieler Frauen für Trump, der nur das reflektiert, was sie schon immer, zeitlebens in ihrem direkten Umfeld erleben: Gewalt gegen Frauen.

Genauer gesagt: Trump reflektiert das, was sie schon kennen, Trump reflektiert die Verhältnisse, die sie kennen und denen sie sich hilflos ergeben haben.

 

C. Weil Trump, wegen A, wegen seiner Gewissenlosigkeit, es sich erlaubt, das zu sagen, was er denkt, d.h., wie er die Welt sieht.

Trump sieht die Welt durch seine Brille, ob diese Weltsicht nur richtig oder falsch ist, das interessiert ihn nicht im Geringsten. Auch wenn von außen versucht wird (ihm) aufzuzeigen, dass er lügt.

Hier kommt seinem Ego entgegen, dass er einige Sichtweisen hat, die der Wirklichkeit entsprechen, wie z. Bsp. seine Sichtweise auf das Establishment, so dass das Paket Trump insgesamt annehmbarer rüberkam und rüberkommt, als das Paket von Hillary Clinton.

Bevor ich diese evtl. schwer zu verstehenden Punkte detaillierter erkläre, möchte ich den Gedankengang zu Ende führen:  Seine Gewissenlosigkeit erhält Vorschub durch die positive Reflektion eines Großteils der Masse von seiner Sichtweise auf das Establishment. Im Strudel dieser richtigen Sichtweise auf das Establishment kann er sich Lügen, Frechheiten und Derbheiten erlauben, die ansonsten der amerikanische Bürger nie gutheißen würde.

Diese wirklichkeitsnahe Sichtweise auf das Establishment führt dazu, dass Trump vielen, gerade den vergessenen Menschen, aus dem Herzen spricht und Trump diesen vergessenen Menschen glaubwürdig rüberkommt. Wer dies versteht, dem wird evtl. deutlich, dass Trump extrem gefährlich und ungeeignet als Präsident der USA ist, denn er ist ja selber Establishmen und wird sich auch als Präsident weiter bereichern!!!

 

Das Establishment (nicht Trump!) hat nun das Riesenproblem, dass es einerseits gegen Trump massivst vorgehen muss, um sich dessen Lügen, Frechheiten und Derbheiten nicht gefallen zu lassen, andererseits es sich nicht erlauben kann Trump Recht zu geben in der Beurteilung des korrupten und von der Masse abgehobenen Establishments.

 

Jetzt wieder zurück zum tragenden Gedanken von C, zur Gewissenlosigkeit von Trump, das auszusprechen, was er denkt: Trump ist derart primitiv und gleichzeitig so extrem reich, dass er es sich erlauben kann, seine Gedanken (Achtung: Diese Gedanken sind seine Gefühle!) offen auszusprechen, ohne auf Fakten achten zu müssen. In Verbindung mit seinen stimmigen Aussagen zum Establishment ist er demzufolge kaum zu bremsen und kann sich, wie man gesehen hat, wirre, freche und widersprüchliche Aussagen erlauben, die jedem anderen Präsidentschaftskandidaten das Genick gebrochen hätten.

 

Trump’s instinktives Vorgehen kann nur mit einem Tier, und nicht mit einem vernunftbegabten Menschen, verglichen werden. Dieses Tier Trump ist extrem gefährlich. Dies zeigte auch sein chamäleonartiges, moderates Auftreten kurz nach seinem Wahlsieg und sein gemäßigter Ton beim ersten Gespräch mit Präsident Obama im Weißen Haus.

 

Nur, um Ähnliches zu beobachten, da brauchen wir Europäer nicht über den Atlantik zu schauen, da reicht schon ein Blick ins eigene Land.

 

Bei uns in Deutschland ist es die AfD, die mit der „Lügenpresse“ und „Der Islam gehört nicht zu uns“ eindeutig richtig liegt.

Nur unser Establishment = die Vielwissenden, die Gescheiten, die Intellektuellen, die sind auch hier nicht willens dies einzugestehen. Also machen sie Stimmung gegen die AfD und was erreichen sie? Einen Zuwachs an Wählern der AfD aus allen politischen Lagern.

Einschub am 14.12.2016: Aha, es geht schon los. Gestern sprach endlich ein Politiker Klartext im TV. Es war Wolfgang Bosbach bei Maischberger mit genau dem Satz Der Islam gehört nicht zu uns

Ich bin sehr sicher, dass weitere Politiker folgen werden, denn 70-80% der Deutschen denken ebenfalls „Der Islam gehört nicht zu uns“. Und wenn dann die Lawine am Laufen ist, dann werden es über 90% sein, die so denken - bis auf einige Grüne. Ende Einschub am 14.12.2016

 

Wer wissen möchte, wer und was gewissenlose Menschen sind, der sehe in "Über das DENKEN" und "Was ist ein Soziopath und Fehler nicht zugeben können" nach.

 

Wer zu konfabulieren, das bedeutet nichts anderes als Lügengeschichten erzählen, mehr wissen will, der sehe im Erkenntnis-Reich.de unter "Über das DenKen" in "Betrug und Selbstbetrug" nach. Dort werden die Zusammenhänge von Konfabulation, Anosognosie, Rationalisierung, Korsakow-Syndrom, Anton-Syndrom in Verbindung mit der Soziopathie und dem "nicht zugeben können" aufgezeigt.

 

Wer zur Verrohung unserer Sprache mehr erfahren will, der sehe unter der Nr. 339 nach: „Jan Böhmermann, selbst ein Despot

 

In "Betrug und Selbstbetrug" erfährst Du auch etwas zur "Rhetorik und Dialektik – im Zusammenhang mit der Presse, den Intellektuellen, der Politik und der AfD".

 

Siehe auch, was Daniel Kehlmann am 19.01.2017 in DIE ZEIT über Donald Trump schreibt: "Mein Leben mit dem Monster".

(im ER unter Das Allerwichtigste 09: Zugeben können und nicht zugeben können)

Diese erschreckenden Gedanken von Daniel Kehlmann kann ich nachvollziehen.

Die Gedanken von Daniel Kehlmann und "Mein Leben mit dem Monster" sind aber auch hier = weiter unten im Original zu lesen.

 

D. Wer so vorgeht, wie Donald Trump, der missachtet Fakten. Das bedeutet, er lügt, wie es ihm gerade so einfällt. Aktuell = Ende Jan. 2017 werden Lügen als "Alternative Fakten" von der US-Präsidentenberaterin Kellyanne Conway bezeichnet. Ich würde das, wie in einer Diktatur als Faktenhoheit, angelehnt an die Deutungshoheit, bezeichnen. Die Fakten werden bestimmt. Da passt am besten das deutsche Spruchwort "Das Blaue vom Himmel lügen".

Trump lügt das Blaue vom Himmel, egal wann und wo es ihm gerade in den Kram passt. Das ist ein eindeutiges Zeichen von Soziopathie!

 

E. Eine weitere Erklärung, warum Donald Trump zum 45. Präsident der Vereinigten Staaten gewählt wurde ist das Verhältnis von Gläubigen und Nichtgläubigen in Amerika und deren Affinität zu Repubikanern oder Demokraten.

 

Zu diesem Punkt E möchte ich Folgendes ergänzen:

Der Irrsinn von pro und kontra.

Dies betrifft u. a. den Artikel in DIE ZEIT vom 12. Jan. 2017 Brauchen wir Reli noch?

Die Darstellungsart dieses Artikels: Ja und nein, oder pro und kontra.

Für "ja" plädierte Manuel J. Hartung, für "nein" war Stefan Schmitt.

Wer das nachlesen möchte, der google das bitte.

Auf was will ich hinaus? Wenn eine Zeitung oder ein TV-Sender solch ein Format, wie „pro und kontra“ präsentiert, dann wäre es wichtig, wenn es abschließend zu beiden isolierten Inselgesinnungen und Ansichten auch noch einen sinnvollen Kommentar geben würde. Diesen sinnvollen Kommentar zu einer schwarzweiß-Betrachtung, der fehlt fast immer.

 

Um das Ausbreiten von kontraintelligenten Inselgesinnungen zu vermeiden, die nur zu Streit und Hass aufeinander führen, mein Vorschlag für zukünfige Formate und auch für Diskussionsrunden wäre:

pro, kontra und overlap = pk-ø

overlap steht hier für "Schnittmenge", ø steht für sinnvoller Durchschnitt

 

Noch ein Beispiel aus dem FOCUS vom 13.05.2017:

Die Frage auf Seite 52: "Sind Sie für ein Wahlrecht ab Geburt?", wird von Herrmann Otto Solms 76, Schatzmeister der FDP mit "Ja", von Patrick Sensburg 45, CDU- Bundestagsabgeordneter mit "Nein" beantwortet. Auch hier fehlt eine moderierende Stellungnahme eines Weisen. Siehe dazu auch "Nur die Vernünftigen wählen lassen?"

Hier fehlen uns "Die 5 Weisen", die uns erklären, was mit uns gemacht wird.

 

Damit das (fast) JEDEM einleuchtet, möchte ich das an einem „beispielhaften“ Beispiel verdeutlichen, an einem Beispiel aus Amerika, damit es uns Europäer nicht so direkt betrifft und wir Europäer uns nicht (von mir) angegriffen fühlen.

In Amerika glauben ca. 50% der Bevölkerung nicht an die Evolution*, diese Gläubigen werden Kreatonisten genannt.

Das heißt, dass dort ca. 50% meinen, dass wir (die Menschen) von einem höheren Wesen vor 10.000 Jahren erschaffen wurden.

* https://www.welt.de/wissenschaft/article124957154/9-5-Prozent-der-Amerikaner-glauben-an-Schoepfergott.html

 

 

Fragen, die sich aus diesem Sachverhalt ergeben:

 

1. Warum gibt es, zu solch einem wissenschaftlich stark untermauerten Thema, solch unterschiedliche = zwei gegensätzliche Meinungen?

 

2. Wenn dieses stark wissenschaftlich untermauerte Thema von ca. 50% der Bevölkerung nicht akzeptiert wird, dann müsste für diese Menschen ja auch unser heutiges Leben nicht den Regeln der Evolution unterworfen sein, sondern dem „großen Regler und Veränderer“ Warum zeigt sich dieser „große Regler und Veränderer“ den Menschen nicht?

 

3. Wenn dieses stark wissenschaftlich untermauerte Thema von ca. 50% der Bevölkerung nicht akzeptiert wird, dann müsste für diese Menschen ja auch unser heutiges Leben nicht den Regeln der Evolution unterworfen sein, sondern dem „großen Regler und Veränderer“ Warum gibt es in unserer überblickbaren und belegbaren, zurück liegenden Zeit doch Veränderungen, die einem natürlichen Ablauf der Natur eindeutig zuzuschreiben sind, ohne dass ein „großer Regler oder Veränderer“ auszumachen ist oder war?

 

4. Kann es sein, dass es in Amerika mehr Veränderungsunwillige gibt, als hier in Europa, die gerne – und das zu ewigen Zeiten – das Unveränderte hätten? Beispiel hierzu sind u.a. die Amischen mit ca. 30.000 Anhängern und die ca. 300.000 Mormonen in Amerika. Besonders die Amischen (überwiegend von Schweizern und Südwestdeutschen abstammend) in Pennsylvania sind nicht nur Veränderungsunwillig, sie verändern sich gar nicht, da sie immer noch ihre landwirtschaftlichen Tätigkeiten so ausüben, wie vor ca. 400 Jahren und technische Neuerungen überwiegend ablehnen. Ähnlich, wie die Amischen, die stark veränderungsunwillig sind, können auch viele Republikaner mit ihrem Wunsch nach dem Wiederbeleben der Kohleindustrie etc. als veränderungsunwillig eingestuft werden. So wie die Amischen leben, so wollen viele Republikaner die Zeiten von vor 50 Jahren zurück. Beides ist möglich, wie es uns die Amischen zeigen. Nur macht es mehrheitlich Sinn in einem Staat, wie den USA, Rückschritte zu machen, oder sollte man vielleicht doch akzeptieren, dass es eine Entwicklung in den letzten Jahren gegeben hat und wir jetzt das Jahr 2017 mit all seinem Negativen und Positiven haben?

 

5. Wie wird man nun zum Veränderungsunwilligen?

Sehr wahrscheinlich durch das Nichtakzeptieren von Fakten, oder anders gesagt, das Glauben von Lügen.

Was erleben wir aktuell, im Jahr 2016, in Amerika? Den Beginn des postfaktischen Zeitalters.

 

6. Wer sind die Veränderungsunwilligen in Amerika? -> Ca. 90% der Republikaner sind Kreatonisten/Veränderungsunwillige. Kein Wunder, dass Donald Trump* 2016 Präsident werden konnte, ein unverschämter, ein gewissenloser Lügner.  * auch ein Veränderungsunwilliger, denn Donald Trump wird weiterhin seine Milliarden mehren - zum Nachteil VIELER, auch seiner Wähler!

 

7. Was heißt postfaktisches Zeitalter?

Nichts anderes, als Lügen-Zeitalter!

Weil wir uns anlügen lassen und diese Lügen auch noch glauben. Diese Lügen erscheinen uns häufig als glaubhaft und in unser primitives Gehirn rein passend, da sie unsere ausgetretenen Denkpfade und unsere Erwartungshaltungen bedienen!!!

 

8. Jetzt die letzte Frage an Dich, einen Europäer:

Das darf nicht wahr sein, dass in Amerika, im Silicon Valley, uns die gescheitesten der Gescheiten schon den nächsten Evolutionsschritt aufzeigen, den hin zu Robotern, - wir alle in deren Abhängigkeiten geraten sind durch Facebook, Twitter, GOOLGE, Zalando, Amazon etc. – und sich trotzdem 50% der Menschen wie kleine, ungebildete, wiederwillige, zornige Kinder verhalten, oder?

 

Der Ausweg daraus: Lernt das DenKen!

 

 

Es ist ein Verbrechen des Staates gegenüber unseren Kindern diese in Religionsunterrichte zu zwingen, um ihnen dort das Glauben zu lernen.

Richtig wäre den Kindern vom unseeligen* Glauben zu erzählen,

der Milliarden Menschen verführte, quälte, umbrachte.

Die meisten Gräueltaten auf dieser Erde sind dem Glauben geschuldet.

* unselig wird mit einem "e" geschrieben. Hier passt besser unseelig, da die Seelen der Kinder zerstört werden damit diese sich Göttern und Götzen leichter zuwenden. Noch mal: Das ist ein Verbrechen an unseren Kindern!

 

Es reicht aber auch schon völlig aus, dass Jemand glaubt, besser zu sein als Andere, und sich über diese Anderen erhebt. Er glaubt, sich über diese Anderen erheben zu können.

Wenn dieser Irrglaube dann auch noch religiös motiviert ist und sich in einem liebevollen Tarngewandt zeigt, umso schlimmer!!!

 

Was könnten wir daraus lernen: Glauben heißt nicht wissen.

Deshalb glaube nichts, sondern beurteile alles nach Wahrscheinlichkeiten.

 

Wenn Du jetzt das Thema hier „Reli oder nicht“ nach Wahrscheinlichkeiten beurteilst, dann dürfte sehr wahrscheinlich unterm Strich rauskommen, dass die Evolutionstheorie richtig ist. Richtig?

 

Allerletzte Frage:

Wäre es nicht sinnvoll „pro und kontra“ etwas Sinnvolles daneben zu stellen, damit sich der Glaube deutlich reduziert, und es nicht nur zu Meinungsanhängern von pro und kontra kommt - ohne Hirnarbeit!?

Das würde Konflikte stark minimieren!

 

Denke an Facebook: Auch dort werden nur Deine vorherrschenden Meinungen bedient!

 

Wer sich bis hier hin nicht hat überzeugen lassen, der glaubt wahrscheinlich.

Deshalb möchte ich die Erklärung zu "unseelig" noch etwas ausschmücken:

Stelle Dir mal 3 Kinder vor im Alter von 2-3 Jahren. Eines wird christlich erzogen, eines wird muslimisch, eines wird atheistisch erzogen.

Wenn diese 3 Kinder nach gut 20 Jahren zusammentreffen, dann wird es höchstwahrscheinlich so sein, dass die "im Glauben" erzogenen sich nicht ihren Glauben nehmen lassen wollen. Jedes dieser beiden gläubigen Kinder "glaubt", den richtigen Glauben zu haben. Wie soll dann der Atheist diesen beiden Menschen beibringen können, dass ihr Geist vom Glauben vergiftet wurde, und sie nicht in der Lage sind, dies beurteilen zu können.

Nun zum 3. Mal: Es ist ein Verbrechen unseres Staates unsere Kinder in Richtung Glauben zu unterrichten. Der Religionsunterricht muss verboten werden, da er die Gehirne unserer Kinder vergiftet.

 

Siehe dazu auch "Schwachsinn mit Schwachsinn bekämpfen"

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Und was passiert 2017 in der Türkei unter Erdogan?

Der Islam breitet sich mit staatlicher Unterstützung aus und die Evolutionslehre wird aus den Schulen verbannt. Oh, oh, oh.!

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Die derzeit mit Abstand beste und aktuellste Beschreibung von Donald Trump las ich am 20.11.2016 im FOCUS vom 12.11.2106:

Der Artikel ist von Elke Hartmann-Wolff

 

Am Ende des Artikel beschreibt Elke Hartmann-Wolff die Lebensphilosophie von Domald Trump aus dem Jahr 1981:

"Der Mensch ist das bösartigste aller Tiere. 

Das Leben ist ein einziger Kampf,

in dem es nur um Sieg oder Niederlage geht"

 

Interessant für mich, dass ich etwas weiter oben, und das 7 Tage zuvor, Donald Trump als instinktiv handelndes Tier bezeichne.

 

Hier der vollständige Artikel aus dem FOCUS von 12. Nov. 2016:

 

American Ego

Psychologen bescheinigen Donald Trump eine narzisstische Persönlichkeitsstörung und bezweifeln dessen Eignung als Präsident.

 

Porträt eines Egomanen.

 

Ende vergangenen Jahres veröffentlichte Donald Trump ein Gesundheitszeugnis, ausgestellt von seinem Hausarzt Doktor Harold N. Bornstein. Darin stand: „Sollte Mr. Trump gewählt werden, so kann ich zweifelsfrei bestätigen, dass er der gesündeste Präsident aller Zeiten ist.“ Der Mediziner bescheinigte seinem Patienten „exzellente Laborwerte“ und „keinerlei ernsthafte gesundheitliche Probleme“.

 

Die körperliche Gesundheit des künftigen US-Präsidenten zweifelt niemand ernsthaft an, seine geistige hingegen schon.

 

Psychologen und Psychiater diagnostizierten bei Trump eine Persönlichkeitsstörung.

 

Eine Reihe namhafter Psychologen und Psychiater diagnostiziert bei Donald Trump eine Persönlichkeitsstörung - freilich ohne dass der Bauunternehmer und Fernsehstar jemals bei einem von ihnen auf der Therapie-Couch lag. Die Experten sind davon überzeugt, dass eine antisoziale und narzisstische Charakterstruktur den Politik-Novizen für das Amt generell disqualifiziere. Weil sie in ihm eine Gefahr sehen, verletzten sie bewusst ihr Standesgebot, das ihnen Ferndiagnosen untersagt.

 

Howard Gardner, Professor für Entwicklungspsychologie an der Harvard-Universität, gehörte zu den Ersten, die mit ihrer Einschätzung an die Öffentlichkeit gingen. Als „ausgeprägt narzisstisch“ beschreibt er die mentale Verfassung Trumps.

Der klinische Psychologe Ben Michaelis sieht in dem Republikaner eine „narzisstische Persönlichkeit wie aus dem Lehrbuch“.

Sein Kollege George Simon benutzt bereits Videos von Trump, um dieses Krankheitsbild in Seminaren zu veranschaulichen: „Er ist ein klassischer Fall.“

 

Und Dan P. McAdams, Psychologieprofessor an der Northwestern-Universität, beantwortete in einer Titelgeschichte des politischen Magazins „The Atlantik“ die Frage: „Donald Trump: ein Soziopath?

„Auf einer zehnstufigen Skala des Narzissmus liegt Trump bei acht“

 

Borwin Bandelow, stellvertretender Direktor der Psychiatrischen Universitäts-Klinik Göttingen, stimmt diesen Einschätzungen zu. „Auf einer zehnstufigen Skala des Narzissmus liegt Trump bei acht.“ Er lebe eine gefährliche Mischung aus manipulativem Charme, antisozialem Verhalten, Mitleidlosigkeit und Aggression. Vor allem Trumps „Impulskontrollstörung“ sei bedenklich. Sie zeigte sich im Wahlkampf häufig, etwa als er einen behinderten Journalisten verhöhnte. „Wie gefährlich ist es“, fragt Bandelow, „wenn so jemand wie Trump den Finger am roten Knopf hat?“

 

Als Narzissten bezeichnen Psychiater Persönlichkeitstypen, die kein Miteinander kennen. Der Narzisst kreist um sich selbst, sein Denken und Handeln dient nur den eigenen Zielen. Seinen Mitmenschen fällt die Aufgabe zu, den Egomanen zu bewundern und sich ihm unterzuordnen. Paradoxerweise verfügen Menschen mit narzisstischen Zügen oft über wenig oder gar kein Selbstwertgefühl, auch wenn sie vor Selbstvertrauen zu strotzen scheinen.

 

Über die Prominenten und Reichen, die ihn auf Einladung in seinem luxuriösen Anwesen in Palm Beach besuchten, sagte Trump: „Sie küssen mir meinen Hintern.“

Seine Schlussfolgerung: „Ich bin der König.“

 

Bekam der Milliardär als Kind zu wenig liebevolle Zuneigung?

 

Die Ursache für eine seelische Störung, wie sie bei Trump zu Tage tritt, vermuten Psychologen prinzipiell in einem Mangel an liebevoller Zuwendung in der frühen Kindheit. Seine existenzielle Verunsicherung versucht der Narzisst zu kompensieren, indem er sich überhöht - bis hin zum Größenwahn.

In ihrer Gefallsucht können Narzissten (und Soziopathen) eine ungeheure Energie entwickeln und schaffen es dank ihres Ehrgeizes oft in hohe Positionen.

 

Für sein Psychogramm im „The Atlantik“ haben sich Dan P. McAdams und sein Team ausführlich mit der Lebensgeschichte Donald Trumps beschäftigt. Der Sohn des Bauunternehmers Frederick „Fred“ Trump wird 1946 in eine Welt des Luxus geboren. Er wächst als viertes von fünf Kindern in einer Villa im New Yorker Stadtteil Queens auf. In der Einfahrt stehen der Rolls-Royce der Mutter und der Cadillac des Vaters.

 

Früh legt der Sprössling ein hochgradig aggressives Verhalten an den Tag.

Trump brüstete sich damit, er habe als Zweitklässler seinem Musiklehrer ein blaues Auge geschlagen. Vater Fred stählte seinen Filius für die Geschäftswelt. Gemeinsam trieben die beiden an den Wochenenden ausstehende Mietschulden ein. Bei diesen Touren soll der Vater seinem Sohn beigebracht haben, nie direkt vor der Tür eines Schuldners zu stehen, man laufe womöglich Gefahr, von diesem erschossen zu werden. Er sagte ihm wiederholt, er sei ein geborener „Killer“ und ein „König“.

 

Jahrzehnte später begründete Donald Trump den frühen Tod seines alkoholkranken und wenig erfolgreichen Bruders Freddy damit, dass dieser eben „kein Killer“ gewesen sei.

 

Trump Senior wurde klar, der er Donald zu egomanisch eingestellt hatte.

 

Vater Trump wurde wohl bald klar, dass er Donald etwas zu egomanisch eingestellt hatte. Er schickte den 13-Jährigen zwecks Disziplinierung auf die New York Military Academy. Dort bekam es der Teenager mit brutalem Drill zu tun, die Ausbilder waren Soldaten des Zweiten Weltkriegs.

Die Kadettenanstalt formte ihn zu einer Persönlichkeit ohne jede Bescheidenheit, seine Wut und seinen gelegentlich hervorbrechenden Hass bändigte sie nicht.

 

Trumps Wahlkampf bestand aus einer Folge cholerischer Ausbrüche und verbaler Entgleisungen. Bei einer Veranstaltung drohte er beispielsweise einem Demonstranten: „Bringt ihn raus. Ich will ihm ins Gesicht boxen.“ Er beleidigte Frauen als Schweine, Mexikaner als Vergewaltiger. Seinen republikanischen Vorwahlgegner Marco Rubio warf er mit dem Etikett „der kleine Marco“ aus dem Rennen. Den Vietnam-Kriegshelden und Republikaner John McCain beleidigte Trump mit der Bemerkung, er möge nun mal keine Soldaten, die in Gefangenschaft gerieten. Trump selbst war dem Vietnam-Krieg wegen einer angeblichen Fußerkrankung entgangen. Unermüdlich war sein Furor, mit dem er Hillary Clinton attackierte. Er nannte sie gern „crooked Hillary“, verschlagene Hillary.

 

Laut Psychologe Dan P. McAdams ähnelt Donald Trump Richard Nixon

 

Psychologe Dan P. McAdams schreibt Donald Trump neben seiner narzisstischen Persönlichkeitsstörung eine weitere charakterliche Eigenschaft zu, die seine Eignung als politischer Führer in Frage stellt: seine Unverträglichkeit. Was seine Extraversion betrifft, die Dominanz und seinen Zynismus, ähnele er Richard Nixon.

 

Nixon soll seine Feinde unbarmherzig verfolgt haben. Trump drohte den Geschäftsleuten, die ihm nach seinem letzten Bankrott ihre Hilfe verweigerten, mit Rache bis zu seinem letzten Atemzug. Das bezeugt der Milliardär Richard Branson, der zu Gast bei den Trumps war.

 

Ohne jeden Skrupel erklärte der Baulöwe in einem Interview, wie er mit Geschäftspartnern umgeht: „Manchmal gehört es bei einem Deal dazu, seinen Konkurrenten zu verunglimpfen.“

 

Mitunter ist Trump auf kuriose Weise nachtragend. Das erlebte Graydon Carter, Chefredakteur des US-Magazins „Vanity Fair“. Der porträtierte vor mehr als 25 Jahren Trump für das Magazin „Spy“ als „wurstfingrigen vulgären Typen“. Der Milliardär kam über diese Beleidigung offenbar bis heute nicht hinweg. Noch immer schickt Trump Briefe an Graydon, in denen er auf Fotos von sich kritzelt: „Sehen Sie, gar nicht so kurz.“

Auch Barack Obama warnte die Wähler vor seinem Nachfolger.

 

Im August kamen selbst hochrangige republikanische Staatsdiener zu dem Schluss, Trump verfüge nicht über „den Charakter, die Werte und die Erfahrung“, die das Amt erfordere.

Die Unterzeichner eines offenen Briefes, unter ihnen auch der frühere CIA-Chef Michael Hayden, entzogen ihrem Spitzenkandidaten die Unterstützung. Mit der Begründung, seine Präsidentschaft stelle eine ernsthafte Gefährdung für „nationale Interessen, Sicherheit und Wohlergehen“ dar. Auch Barack Obama warnte die Wähler vor seinem Nachfolger: Dieser sei „unfit to serve“. Ein Donald Trump diente eben niemandem außer sich selbst.

 

Der Diskreditierte selbst bestätigte diese Sicht in einem Interview, das er im Jahr 2000 dem Magazin „The Advocate“ gewährte: „Ich bewerbe mich nicht um ein öffentliches Amt, ich muss nicht nett und politisch korrekt sein. So wie diese windelweichen Politiker, sie sind widerlich, eine Schande.“

 

Der Harvard-Psychologe Howard Gardner befürchtet „eine Katastrophe für die Demokratie“. Denn Trumps Unterstützer seien unfähig oder weigerten sich, einen Zusammenhang zwischen den Anforderungen der Präsidentschaft und dem Verhalten Trumps herzustellen.

Ein dominanter, überlebensgroßer Anführer.

 

Womöglich spiegelt aber das Wesen Trumps die Defizite vieler seiner Wähler. Narzisstische Züge finden sich nicht nur in einzelnen Individuen. Auch das Selbstbild ganzer Nationen kann, wie der Psychoanalytiker Hans-Jürgen Wirth in seinem Buch „Narzissmus und Macht“ beschreibt, in eine prekäre Lage geraten: „Man kann den 11. September 2001 als eine große narzisstische Kränkung verstehen.“ Wirth argumentiert, dass eine Nation, deren nationales Selbstbewusstsein beschädigt wurde, häufig nur noch im Kampf und Krieg einen Ausweg sieht, um sich zu beweisen und Größe zu demonstrieren. Dafür bedarf es eines dominanten, überlebensgroßen Anführers.

 

„Make America great again“ - mit diesem Schlachtruf, das glaubt auch Borwin Bandelow, sei es Donald Trump gelungen, seine Wähler davon zu überzeugen, dass er der Messias der Vergessenen ist, der die angeschlagene Supermacht wieder zu alter Größe und Vorherrschaft führen kann. Weil sich Präsident Obama der Welt nicht als Macho präsentiert habe, so argumentiert Bandelow, wurde der Nationalstolz mancher seiner Landsleute arg in Mitleidenschaft gezogen.

 

Wahlen folgen weniger intellektuellen Überlegungen als vielmehr Bauchentscheidungen, sagt der Göttinger Psychiater. Trump konnte - im Gegensatz zu Hillary Clinton - dank seines Charmes und Charismas viele seiner Landsleute emotional erreichen. Die legten ihm seine Unfähigkeit zur Selbstkontrolle als Ehrlichkeit und Authentizität aus.

 

Trump: „Der Mensch ist das bösartigste aller Tiere“

 

Trump beschrieb seine Lebensphilosophie im Jahr 1981 so: „Der Mensch ist das bösartigste aller Tiere. Das Leben ist ein einziger Kampf, in dem es nur um Sieg oder Niederlage geht.“

 

Bei seiner Siegesrede nach der Wahl ließ der kommende Präsident ganz andere Töne anklingen. Er gab sich dankbar und bescheiden, rief zur Versöhnung auf und will seinen Gegnern die Hand reichen. Er ist am höchsten Ziel, das ein Narzisst erreichen kann, die totale Aufmerksamkeit der Welt ist ihm sicher. Womöglich beweist er jetzt erneut seine Wandlungsfähigkeit und spielt seine Rolle als Staatsmann souverän.

 

Trump ist nicht nur unberechenbar, er ist auch berechnend.

 

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Den Begriff „narrativ“ genauer und am Beispiel von Donald Trump betrachtet:

Das in letzter Zeit (seit Mitte 2016) immer häufiger verwendete Wort Narrativ macht keinen Sinn und stiftet nur Verwirrung.

Ein Narrativ ist eine Werte- und Emotionen- transportierende Erzählung, die darin münden soll einer eigentlich eindeutigen Sichtweise einen neuen Sinn zu verleihen.

 

Nur in der Kombination „narrative Verzerrungen“ macht das Wort narrativ einen Sinn.  

Mit „narrative Verzerrungen“ wollte uns der Wissenschaftler Nassim Nicholas Taleb aufzeigen, dass viele Menschen dazu neigen Ereignisse, die so nicht absehbar oder vorhersehbar waren, einen Sinn zu geben – im Nachhinein!

 

Am Beispiel von Trump’s Wahlerfolg können narrative Verzerrungen gut erklärt werden:

 

Im Nachhinein wird das, nicht für möglich Gehaltene, erklärt.

 

Einfach: „narrative Verzerrungen“ besagen, dass ein nicht vorhersehbares Ereignis, oder auch ein unpassendes Ergebnis, im Nachhinein so erklärt wird, dass es stimmig wird.

 

Ganz einfach: Die Geschichte mit verzerrten Erzählungen wieder stimmig zu gestalten.

 

Noch weiter vereinfacht und im Zusammenhang mit dem Begriff „konfabulieren“ gesehen, der bedeutet: „Schilderung von Vorgängen, die nicht vorgefallen sind, aber vom Vortragenden mittels starker Überzeugung wiedergegeben werden“, ist festzustellen, dass sich die Intellektuellen extrem und unbewusst winden, die Wahrheit zu sagen

 

Die Begriffe „narrative Verzerrungen“ und „konfabulieren“ sind schlichtweg Verkomplizierungen des Begriffs „Lügen“, damit diese Lügen dem Volke nicht auffallen und den Intellektuellen nicht bewusst werden.

 

Setze mal überall dort, wo Du den Begriffen „narrative Verzerrungen“ und „konfabulieren“ begegnest, den Begriff Lügen ein und Dir wird sich sehr schnell der Sinn der Sätze vermitteln.

 

Jetzt noch mal von mir das überflüssige Wort Narrativ erklärt:

Lügen mittels starker Emotionen – und gegen Fakten – so vortragen, dass sie geglaubt werden.

Mit dem Wort Narrativ verschleiern die Intellektuellen ihr Grundproblem des Lügens zum eigenen Vorteil – zum Nachteil der Anderen.

 

Auch Trump’s Agieren im Wahlkampf mit dreisten Lügen hatte dasselbe Ziel: Nur seine Vorteile - zum Nachteil der Anderen. Dies wird in den nächsten Monaten mit hoher Wahrscheinlichkeit festgestellt werden können.

 

Ulrich H. Rose vom 13.11.2016

Einschub am 19.12.2016:

Heute, gut 1 Monat später, bestätigt sich meine Annahme vom 13.11.2016.

Steven Terner Mnuchin wird unter Trump Finanzminister.

Einfach gesagt: Ein Milliardär wird Finanzminister unter einem Millardär Trump.

Etwas komplizierter: 1994 bis 2002 war Steven Mnuchin, wie bereits zuvor sein Vater Robert, Goldman-Sachs-Partner. Goldman-Sachs, das sagt uns Deutschen doch noch etwas, oder?

Als Miteigentümer der Immobilienbank IndyMac, später OneWest darf sich Steven Mnuchin auch für den Immobilienskandal in den USA mit verantwortlich fühlen.

Und tut er es? -> NEIN

Und, wird er zur Verantwortung gezogen, wie Trump es ankündigte? -> NEIN

Ach, wie wunderschön und nachvollziehbar ist es doch, dass Donald Trump im Wahlkamp gegen das Establishment wetterte und jetzt die Verbrecherbande mit in die Regierung holt.

Da kommt noch Einiges auf die Amerikaner und auch auf uns zu! Ende Einschub

 

Nachtrag am 16.01.2017:

Zum Abschluss möcht ich noch den Begriff "narrative art" erklären.

Wörtlich überzetzt bedeutet "narrative art" "narrative Kunst". So wird es z. Bsp. im FOCUS Nr. 3/17 vom 14.01.2017 auf der Seite 20 beschrieben, wo es um den zukünftigen Standort des "Lucas Museum of Narrative Art" von Star Wars-Schöpfer George Lucas geht.

Im FOCUS wird nicht die richtige Übersetzung angeführt, sondern nur die halbe, es wird nur das Wort "art" ins Deutsche mit "Kunst" übersetzt. Das Wort "narrative" wird nicht übersetzt und auch nicht die beiden Worte "narrative art" in ihrer Bedeutung.

"Narrative art" heißt "Erzählkunst". Nur dies lenkt etwas von der wahren Bedeutung ab.

"Narrative art" bedeutet nichts anders, als "Lügengeschichte",

oder netter gesagt: Ausgedachte Erzählung - Beispiel Star Wars. Ende Nachtrag

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Neue Sprüche am 15. und 17.11.2016 entstanden: 

Probleme  sollten gelöst

 

und nicht gepflegt werden.

UHR vom 15.11.2016

 

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Das  Glück

findest Du nur  in Dir  selbst,

 

nicht  außerhalb.

UHR vom 17.11.2016

 

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Die Wahrheit  siegte jahrhundertelang

über die Lüge,

 

bis die  Philosophen

 

und  Donald Trump  begannen

 

 

ihr Unwesen zu treiben.

UHR vom 17.11.2016

 

Wenn es Dich wundert, warum hier die Philosophen und Donald Trump in einem Zug genannt werden, dann lies Dir den Aufruf Nr. 2 im Erkenntnis-Reich.de "Philosophen, fangt an zu DENKEN!" durch.

Da ich mir auch zur Gestaltung von Sprüchen Gedanken mache: Hohles, wie Lügen und Donald Trump, werden mit hohlen Buchstaben dargestellt. Da kommen die Philosophen etwas besser weg, oder? ;-)

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In der heutigen Zeit

ist der Erfolgsgarant die Lüge.

 

Donald Trump  ist sehr erfolgreich.

UHR vom 17.11.2016

 

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Ein ehrlicher Mensch ist weise!


Zeige mir einen weisen Menschen!

UHR vom 17.11.2016

 

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Und ein Spruch vom 05.12.2016:

Erst mit dem Erschaffen der Götter begann der Weg der Menschheit – hin zum Denken und dem Erarbeiten von Strategien, um über andere Menschen Macht zu erlangen. Unser aktuelles Denken kann es uns heute ermöglichen, Abschied von unseren Denk-Krücken, den Gö

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Stimmen der Jugend aus Haiti:

"Wenn ich der Präsident von Haiti wäre ...

Nachfolgende Informationen sind vom 05.12.2016, aus der tz/München.

 

 

Eine Stimme der 17-jährigen Garochana Jean Pierre:

 

"Sie würde als Diktator regieren

und die Demokratie erst wieder einführen,

wenn alle Menschen in Haiti eine ausreichende Schulbildung bekommen haben"

 

Mein Kommentar dazu:

So ist das mit jungen Menschen. Da passen (der fromme) Wunsch und die Wirklichkeit nicht zusammen. Mit dieser Ansicht von Garochana Jean Pierre möchte ich aufzeigen, dass nicht nur ältere Menschen mit einfachen Parolen und Rhetorik verführt werden können.

Junge Menschen können meistens nicht hinter die Kulissen schauen - wenn dies nicht die Erwachsenen tun. Wenn die Erwachsenen den jungen Menschen nur einfachste Ansichten vermitteln, wie "Unter einem Diktator wie Papa Doc oder Baby Doc war alles geregelter", dann ergeben sich solche Anworten, wie sie Garochana Jean Pierre von sich gab.

Die Wirklichkeit, d.h., hinter die Kulissen schauen, würde zu Tage fördern, dass die meisten Leader nur an sich und nicht an das Volk, die einfachen Leute, denken.

So wird es höchstwahrscheinlich bei dem aktuellen Präsidenten Jovenel Moïse sein, einem 48-jährigen Bananen-Exporteur, der seine Position zur Gewinnmehrung nutzen wird.

 

So wird es höchstwahrscheinlich auch bei Donald Trump sein, der seine Position zur Gewinnmehrung nutzen wird.

 

Und jetzt etwas überspitzt formuliert:

Und dann wollen doch tatsächlich einige junge Leute die Diktatur!

Haben sie doch mit Jovenel Moïse und Donald Trump.

Da passen dann Wunsch und Wirklichkeit überein??? 

 

Vielleicht siehst Du Dir "Wie wirklich ist die Wirklichkeit?" an.

Und? Hast Du daraus was gelernt?

 

Meine Zusammenfassung und auch auf die Verhältnisse in Haiti gezielt:

Die Wirklichkeit ist verlogen.

 

Soweit erst mal genug am 05.12.2016.

Evtl. später mehr.

 

 

Hier ein eindringlicher Appell an die Jüngeren* unter uns:

* = die unter 30 Jahren:

 

"Was ist die Wahrheit im Jahr 2016?"

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Nachtrag am 20.01.2017:

 

Kommentar des US-Schriftstellers Daniel Kehlmann am 19.01.2017 in DIE ZEIT zu Donald Trump:

 

Lesenswert, die derzeit beste Abhandlung über Donald Trump - und eine Bestätigung meiner weiter oben aufgeführten Begebründung der Wahl von Trump über die Religion, die Gläubigkeit der Amerikaner.

Ein Satz daraus vorab:

Die Wahrheit ist, dass die Republikaner heute eine national anarchistische Partei mit wirr religiöser Schlagseite sind, dem Prozess der Staatlichkeit selbst feindlich gesinnt.

 

Hier der Artikel:

Dieser Tage kann man in jedem harmlosen Gespräch mit einem Wort in Düsternis stoßen. Es reicht aber auch, die Begriffe nuclear arms und checks and balances zu erwähnen. Gern versichert man sich ja jetzt des Umstandes, dass das Präsidentenamt in seiner Macht beschränkt sei: Die checks and balances, heißt es, hinderten den mächtigsten Mann der Welt daran, zu tun, was er wolle, so regle es die amerikanische Verfassung. und das stimmt auch, wenn es um Gesetzesvorlagen geht, es stimmt aber leider nicht hinsichtlich der Anordnung eines Atomschlags.

 

Sollte also dieser unreife und rachsüchtige Mann, der jetzt ins Weiße Haus einzieht, einen Angriff mit Nuklearwaffen anordnen, so liegt der Menschheit einzige Hoffnung darin, dass die ausführenden Soldaten den Befehl verweigern.

An diesem Punkt wird normalerweise das Thema  gewechselt.

 

Man redet ja nicht gern darüber, wie nahe wir der Katastrophe womöglich sind. Tatsächlich hört man in Amerika jetzt oft die Sätze »Nachrichten lese ich nicht mehr« oder – etwa hinsichtlich Trumps bisher einziger Pressekonferenz nach der Wahl – »Das konnte ich mir nicht ansehen«. Die Sorge ist zu groß, zu schwer wiegt das Gefühl der Hilflosigkeit gegenüber dem seit der Wahlnacht Gestalt annehmenden Schrecken.

 

In dieser Nacht des 8. November saßen wir in New York vor dem Fernseher wie der Rest des Landes; wir hatten vor, Hillary Clintons Siegesfeier zu besuchen, aber wir wollten lieber doch erst hingehen, wenn es die ersten guten Nachrichten geben würde. Um acht Uhr gab es noch keine. Eine befreundete Psychologin kam kurz zu Besuch und sagte leise: »Ich hätte nicht gedacht, dass es so etwas wirklich geben könnte. Eine Wahl zwischen Gut und Böse. Auch um zehn gab es noch keine guten Neuigkeiten, ständig brachte CNN mit grell optimistischer Musik unterlegte key  race  alerts – die Dramaturgie der Berichterstattung war ganz und gar darauf ausgerichtet, Hillary beim Gewinnen zuzusehen, aber praktisch alle  alerts waren Erfolgsmeldungen für  Donald Trump. Kurz vor Mitternacht konnte man mitansehen, wie der große Comedian Stephen Colbert, angetreten, um auf dem Sender Show time launig  Donald Trumps Niederlage zu kommentieren, mit bleichem Gesicht sagte: »I can’t put a happy  face on that – and that’s my job.«

 

Zufällig hatte Amazon in dieser Nacht Werbezeit gekauft, um die zweite Staffel der Serie The Man in the High Castle zu bewerben, was dazu führte, dass man zwischen den Interviews, die ein immer entsetzterer Colbert mit immer mehr schreckensstarren Gästen führte, aufwendig produzierte Kurzfilme von einer die Hand zum Hitlergruß hebenden Freiheitsstatue sah.

In den frühen Morgenstunden gestand Hillary Clinton ihre Niederlage ein, und wir gingen betäubt vor Schreck schlafen. Vor unseren Augen war der Weg frei geworden für den Untergang der amerikanischen Demokratie.

Am nächsten Morgen, an dem passenderweise auch noch besonders nebliges, tristes Wetter herrschte, sah man Menschen auf der Straße im Gehen weinen – ein Schauspiel, wie ich es noch nie erlebt habe. Aber in Manhattan hatte Hillary ja auch 87 Prozent errungen, und viele hier klammerten sich nun am Auftritt Angela Merkels fest, die den neuen Präsidenten in einer knappen Presseerklärung daran erinnerte, dass eine Zusammenarbeit nur auf der Basis von Demokratie, Freiheit und Menschenwürde möglich sei. »She is the last one standing!« hörte man von da an ebenso oft wie die Frage: »Was glauben Sie, wird sie die Wahl gewinnen?« Sollte die Demokratie dann doch nicht an  Donald Trump zugrunde gehen, so wird es bestimmt nicht daran liegen, dass er sich als vernünftiger Mensch erweist.

 

Nur jemand, der sich nicht mit diesem Mann beschäftigt hat oder der so fest zur Selbstberuhigung entschlossen ist, dass er keine Fakten zur Kenntnis nehmen will, könnte das für möglich halten. Natürlich hat Amerika schon inkompetente Präsidenten gehabt, auch korrupte Präsidenten, sogar pathologische Lügner. Aber etwas wie Trump gab es noch nie. Die humanistische Grundannahme, auf der unter anderem das Romanschreiben beruht, setzt voraus, dass Menschen an Menschlichkeit gewinnen, wenn man sich mit ihnen befasst: Je mehr man über eine

 Person weiß, desto besser versteht man sie, und alles zu verstehen würde schließlich bedeuten, alles verzeihen zu können.

Donald Trump aber hat die bemerkenswerte Eigenschaft, dass er unmenschlicher wird, je mehr man über ihn weiß.

Sieht man ihn von Weitem, scheint es da noch ein komplexes Wesen zu geben, das Pläne schmiedet, sich verstellt, Taktiken anwendet und ein verborgenes Seelenleben beherbergt. Nähert man sich ihm aber, indem man etwa Reportagen und Bücher über ihn liest (wie zum Beispiel die Erinnerungen seines Ghostwriters Tony Schwartz, der ihn monatelang auf Schritt und Tritt begleitet hat und es sich jetzt zur Lebens Mission gemacht hat, vor ihm zu warnen, oder wie  David Cay Johnstons umfangreiche investigative Recherche Die Akte Trump) und indem man Leute befragt, die ihm begegnet sind, so löst sich all das auf wie eine optische Täuschung, und es ist einem, als habe man es mit einer Person zu tun, die ebendas nicht ist: Eine Person.

 

Keine einzige Anekdote findet sich über einen  Donald Trump, der sich weise oder freundlich verhalten hätte, man stößt auf keine Geschichte über eine Begebenheit, in der er Geist oder Mitleid oder Anzeichen einer Innerlichkeit jenseits der brutalen Regungen von Wut, Eigenlob oder Prahlerei gezeigt hätte.

 

Würde man ein weltweites Casting für die flachste Bösewicht-Figur durchführen, so hätte  Donald Trump schon vor seinem Wahlkampf die besten Chancen gehabt zu gewinnen.

Dass das Böse keine Tiefe braucht, fiel vor Hannah Arendt schon Voltaire auf, als er am Höhepunkt der europäischen Aufklärung zu der Erkenntnis fand, dass ein Mensch keine ernst zu nehmende Erscheinung sein müsse, um grausige Untaten begehen zu können: Har le quins an thro po phages nannte er die frömmlerischen Henker der Inquisition, »menschenfressende Harlekine« – moderner ausgedrückt: Horrorclowns.

Am Vormittag des 8. November war der menschenfressende Harlekin noch beim Besuch seines Wahllokals ausgebuht und ausgelacht worden.

Man kann es sich auf You Tube ansehen – höhnisches Gelächter von allen Seiten und ein Mann, der mit scharfer Stimme ruft: »Gonna  lose!« So sicher war man sich in New York, so sicher war auch mein Nachbar, ein Professor für Wirtschaftswissenschaft, der mich am selben Nachmittag im Lift gefragt hatte, wie es mir so gehe. als ich sagte, dass ich doch sehr beunruhigt sei, wusste er nicht, was ich meinte. Na, wegen der Wahl, sagte ich. Da lachte er auf. Das sei ja absurd, da müsse man nun wirklich nicht nervös sein. Trump sei Vergangenheit!

Eine Woche später spielte mein siebenjähriger Sohn in einem Lokal in Montauk Tischfußball mit zwei sympathischen jungen Männern in Holzfällerhemden. Sie waren ungemein herzlich zu ihm, offen und freundlich, und danach kamen sie zu

 unserem Tisch herüber, um sich vorzustellen. Wir schüttelten ein an der die Hände, und als wir auf die Straße traten, sagte mein Sohn: »Die haben für Trump gestimmt. »Das haben sie erzählt?« »und ich habe gesagt: Aber der ist gemein zu Frauen, darauf haben sie gesagt: Hillarys Mann war viel schlimmer.«

Und sie waren wirklich sympathisch, die beiden, es waren keine bösartigen Menschen, sie wollten die Welt nicht ins Unglück stoßen und waren nur, wie Abermillionen andere, dem Wahn verfallen, Hillary Clinton für die korruptere Alternative zu halten.

 

Man muss vielleicht bis zu den großen Wellen kollektiver Selbsttäuschung zurückblicken – der deutschen Begeisterung für die Nazis, der allgemeinen Zustimmung für den Krieg von 1914 oder den in der frühen Neuzeit immer wieder hochschwappenden Wellen der Hexenangst –, um ein vergleichbares Beispiel für millionenfache Selbstverblendung zu finden: Fast die Hälfte der Amerikaner ist heute überzeugt, dass Hillary Clinton, die vor Kurzem noch bessere Zustimmungsraten hatte als Barack Obama, mindestens so korrupt und gefährlich sei wie der mehrfach überführte Betrüger, Lügner und Hasardeur Donald Trump. Letztlich steht man hilflos vor diesem Phänomen, das allenfalls Tiefenpsychologen erklären könnten.

 

Wenn etwa eine gutbürgerliche Frau, Mutter eines Mitschülers meines Sohnes, vier Tage nach der Wahl ausruft: »Yes, he is terrible, but better him than the bitch!«, oder wenn ein Latino, Wachmann in der New York Public Library, wo ich zurzeit jeden Tag arbeite, mir im Brustton der Überzeugung sagt:  »These two are just the  same!« Das Gleiche sagte auch ein Taxifahrer aus Nigeria, der uns eine Woche nach der Wahl mit ausladenden Gesten erklärte, dass er nicht zur Wahl gegangen sei, weil ein Verbrecher so gut sei wie der andere. »aber Trump ist ein Rassist!« »Ja, ist er!« »aber Hillary nicht!« und da kam er wieder, der Satz: »No, they are just the  same!« Wie ein Mantra wiederholte er es, jener Einwanderer, der vor der Wahl stand zwischen einer liberalen Politikerin und einem Mann, der keine Einwanderer ins Land lassen will, »just the  same, just the  same!«, und kurz darauf erzählte er mit fast lüsterner Begeisterung, wie unglaublich reich dieser Trump sei. Von Trumps mehrfachem Bankrott wollte er nie etwas gehört haben; aber natürlich, rief er dann, sofort auf die Gegenlinie einschwenkend, das sei schon möglich, es seien schließlich alle Verbrecher, alle gleich schlimm, aber dieser eine Mann, der sei besonders schlimm, jedoch sei er aber auch so unglaublich reich! Dabei klopfte er vor Aufregung aufs Lenkrad, und als ich ihn fragte, ob er vielleicht doch Trump gewählt habe, wollte er nicht mehr antworten. Und ich denke an den achtjährigen Mitschüler meines Sohnes, der mir auf dem Union- Square- Weihnachtsmarkt unvermittelt sagte: »Meine Großeltern haben für Trump gestimmt! Ich kann nichts dafür. Sie

sind über achtzig.« und als ich das einer Lehrerin an der Schule der beiden erzählte, antwortete sie bitter lachend: »na, weiß Gott. Ich habe seit der Wahl nicht mit meinen Verwandten in Kansas gesprochen, aus Angst, was ich da zu hören kriege.«

 

Amerika ist gespalten. aber nicht, wie es so oft heißt, in Rechts und Links; die Spaltung Amerikas verläuft zwischen den Orientierten und den Verwirrten.

Sie verläuft zwischen allen, die noch einen politischen Prozess wollen, und den verhetzten Anhängern der radikalisierten republikanischen Partei.

Die USA sind gegründet auf zwei mit einander nicht zu vereinbarenden Utopien, einer paternalistischen und einer romantisch-anarchistischen. Jene entstammt dem aufgeklärten Absolutismus des 18. Jahrhunderts und lässt einen wohlmeinenden Monarchen auf Zeit über ein Staatsgefüge gleichgestellter Bürger präsidieren. Diese aber malt sich eine Wildnis voll starker Männer aus, allesamt bewaffnet und imstande, ihre Differenzen mit einander auszutragen, ohne feige nach der Obrigkeit zu rufen – sie ist der antimoderne Auswanderertraum eines herrschaftslosen Raumes unter dem Auge Gottes, in dem die Schwachen verdientermaßen untergehen, weil die Guten auch die Starken sind und kein Staat sich ins Leben der Menschen mischt.

 

Das Problem ist, dass diese antimoderne Seite der Gründungsutopie seit dem Jahr 2010, als der Oberste Gerichtshof im »Citizens-united-urteil« entschied, dass Geldspenden eine Form freier Meinungsäußerung seien, von ein paar jeder staatlichen Regulierung abholden Milliardären an sich gerissen wurde und dass seither ungeheure Geldmengen in die Wahlkämpfe aller Republikaner fließen, die Kompromisse und traditionelle Politik ablehnen. und doch glauben fast alle liberalen Amerikaner noch an die Existenz vernünftiger Republikaner – wahrscheinlich deshalb, weil das Gegenteil zu beunruhigend wäre: Sie sind nun einmal von klein auf daran gewöhnt, die Partei Lincolns und Reagans als fundamental anständige Gruppierung zu sehen.

Die Wahrheit ist, dass die Republikaner heute eine national anarchistische Partei mit wirr religiöser Schlagseite sind, dem Prozess der Staatlichkeit selbst feindlich gesinnt.

Die sogenannte Grand Old Party lehnt inzwischen nicht nur die Politik ihrer Widersacher ab, sondern Politik überhaupt, das Geschäft der Staatswohlfahrt und des ausgehandelten Kompromisses. Deshalb war es nur konsistent, als sie gegen Obama eine Politik der generellen Blockade aller politischen Entscheidungen einschlug, und konsistent sind in diesem Sinn auch ihre Positionen: Man senkt Steuern, weil man in Wahrheit keine Steuern will, weil man ja Staatlichkeit selbst nicht möchte, man wünscht sich bewaffnete Bürger, weil man eigentlich glaubt, dass der Bürger sich selbst schützen sollte, sodass es im Idealfall keiner Polizei bedürfte, und da nun mal der Klimaschutz das offensichtlichste Beispiel dafür ist, dass in manchen Belangen staatliche Eingriffe unverzichtbar sind, besteht man gegen alles bessere Wissen darauf, dass das Klima nicht geschützt werden müsse.

 

In einem Mehrparteiensystem wäre solch ein Ruck ins Extrem nicht unbedingt eine Katastrophe; andere Regierungen wären möglich, andere Koalitionen könnten gebildet werden. Wenn aber in einem Zweiparteiensystem eine der beiden staatstragenden Fraktionen das Spektrum der Politik ganz verlässt, gibt es keine Alternative, auf die das Gemeinwesen zurückfallen könnte. Der politische Prozess endet, und die Erstarrung führt früher oder später zu einem  failed  state.

 

Manchmal treibt dieses Schauspiel fast komisch absurde Blüten: Im Jahr 2012 verhinderten die Republikaner eine Initiative, das Styroporgeschirr in der Kantine des Repräsentantenhauses durch Geschirr aus Pappe zu ersetzen. Von Styropor zu essen ist Krebs erregend, aber die doch immerhin selbst täglich betroffenen Politiker entschieden, dass sie lieber Styropor benützen und Pappe verhindern würden. Ein Argument dafür gab es nicht. Dass Pappe vernünftig gewesen wäre, war Grund genug. Wer heute noch Republikaner ist, hat den Widerstand gegen die Unvernunft vor geraumer Zeit aufgegeben und wird auch Präsident Trump nicht in den Weg treten. Es ist oft gesagt worden, dass die Demokraten heute die Partei des Establishments sind; das ist sicher nicht falsch, doch die Republikaner blockieren längst nicht mehr diese oder jene dem Establishment genehme Lösung, sondern das Grundprinzip der politischen Lösung selbst.

Natürlich ist die Partei bislang nicht mit der NSDAP zu vergleichen, aber jene Gleichung, die man flüsternd in den dreißiger Jahren über NSDAP - Mitglieder aufstellte, gilt inzwischen auch für sie:

Wer intelligent ist und Republikaner, der ist nicht anständig; wer anständig ist und Republikaner, der ist nicht intelligent; wer aber intelligent ist und anständig, kann nicht Republikaner sein.

 

Was ist nun das Best-Case-Szenario? Das wären wohl vier Jahre Korruption, ein amerikanischer Fujimori, eine Perón-Regierung mit Trumps schöner Tochter in der Rolle der Evita, eine überschaubare Periode der Inkompetenz, Selbstbereicherung und Lächerlichkeit, in der immerhin das Geschäft der politischen Kabarettisten floriert und nach deren Ende das Präsidentenamt beschmutzt daliegt, um von einem Besseren aufgehoben zu werden.

 

Und das Worst-Case-Szenario? Das Ende der Rechtsstaatlichkeit. Jene Verfassung, an die Amerikaner aller politischen Richtungen mit fast religiöser Inbrunst glauben, ist letztlich nur eine Absichtserklärung und der Umstand, dass alle vier Jahre Wahlen stattfinden, kein Naturgesetz, sondern ein von Menschen eingeführter Brauch. Und da ist noch das andere Szenario, schlimmer als Worst  Case, aber plötzlich ebenfalls nicht undenkbar – die Nuklearwaffen.

 

Ein Mann mit narzisstischer Persönlichkeitsstörung, dessen größte Sehnsucht es ist, stärker zu sein als jeder andere, hält mit einem Mal das stärkste Waffenarsenal in der Hand.

 

Die Frage ist nicht: Ist denkbar, dass er es in irgendeinem Konflikt einsetzt? Die Frage ist vielmehr: Kann er überhaupt aushalten, es nicht einzusetzen?

 

Am Vorabend der Katastrophe, als der letzte Tag, an dem es noch schien, als könne alles gut werden, zu Ende ging, fand die alljährliche Fundraising-Gala der New York Public Library statt: Schauspieler, Künstler, Intellektuelle, Schriftsteller auf der einen Seite, auf der anderen die reichen Unterstützer jener alten Institution. Vor dem Abendessen sang Jessye Norman, nach dem Hauptgang wurde Harry Belafonte die Ehrenmedaille der Bibliothek verliehen. Der gewaltige Lesesaal mit seinen kirchenartigen Fenstern sah aus wie ein Tempel weltlicher Gelehrsamkeit. Wer sich der strengen Etikette widersetzte und sein Mobiltelefon hervorholte, konnte die Nachrichten von Hillarys Abschlusskundgebung in Philadelphia verfolgen: Die Obamas wurden ebenso bejubelt wie  Bruce Springsteen und Jon Bon Jovi. Die Stimmung war fast entspannt und voller Vorfreude auf die erste Präsidentin, niemand rechnete wirklich mit einer Niederlage.

Meine Frau, die hingefahren war, berichtete, dass besonders viele Mädchen und Frauen im Zeichen des historischen Moments gekommen waren. »Ich bin mit meiner Tochter hier«, sagte ein Mann, der mit einem wohl zehnjährigen Mädchen neben ihr stand, »ich wollte, dass sie das mit erlebt!« In der Public Library hingegen spürte man, wo man auch hinhörte, die Nervosität. Ein bekannter Historiker sagte seufzend: »Wenn Trump gewinnt, sind wir ab morgen das Monster, für das die

 Linke uns immer schon gehalten hat.«

 

Eine mächtige republikanische Politikerin der Reagan-Jahre erzählte, dass sie einen leeren Wahlzettel abgeben werde – sie könne nicht für die Bestie stimmen, aber für eine Demokratin natürlich auch nicht. Elektrische Kerzen, mild flackernd und von echten nicht zu unterscheiden, illuminierten Smokings und teure Abendkleider – so viel Macht, so viel Selbstgewissheit; so unzerstörbar wirkte diese Koalition von Macht und Geist, dass man sich schon die Geschichte des letzten Jahrhunderts vergegenwärtigen musste, um daran glauben zu können, dass all dies sehr schnell zerschlagen werden könnte. Und mittendrin Salman Rushdie, der nachweislich schon viel Unvernunft am Werk gesehen hat und den keiner der Neigung zu Illusionen bezichtigen kann,  souverän und blitzend vor Intelligenz, der trotzig einen Satz sagte, den ich mir seither oft wiederholt habe: »Es darf nicht passieren, deshalb wird es nicht passieren.«

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Erste Anmerkung von Ulrich H. Rose am 20.01.2017:

 

Der Satz der Amerikaner »These two are just the same!« (die Zwei, Clinton und Trump, sind gleich/vergleichbar) erinnert mich ganz stark an einen der dümmsten, unüberlegtesten und sehr häufig ausgesprochnen Sätze von uns Deutschen, die ich jemals gehört hatte „Die Parteien sind alle gleich

 

Lies dienen LINK erst mal aufmerksam bis zu Ende durch!

Wo ist da noch ein Unterschied von uns Deutschen zu den Amerikanern?

 

Es gibt leider keine Unterschiede!

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So werden Massen gesteuert!

Was ist der Hintergrund solch eines unendlich dummen Verhaltens der Menschen?

 

1. Generell. Es ist ein Massenphänomen.

Meine Quintessenz des Lesens des Buches „PSYCHOLOGIE DER MASSEN“ von Gustave Le Bon ist zugleich die Antwort:

"Der einzelne Mensch ist schon dumm. In der Masse sind Dumme, Gescheite und Intellektuelle dümmer, als der einzelne Mensch!" UHR vom 17.06.2015

 

2. Speziell. Die Menschen können kaum Fehler zugeben.

Je gescheiter die Menschen sind, umso extremer wird das „nicht zugeben können“*

Wenn man als böswilliger Stratege/Soziopath um diese Zusammenhänge weiß und das Buch von Gustave Le Bon kennt (auch Joseph Göbbels kannte es, es war seine Lieblingslektüre), dann streut man unter seine Anhänger, die eigentlich stark enttäuscht von einem sein müssten, solche Slogans, die diese Anhänger dann unüberlegt nachplappern.

 

Noch eine Frage dazu: Warum plappern die Anhänger solchen Schwachsinn nach?

Weil die Lüge angenehmer für sie ist, denn die Wahrheit aussprechen, das würde ja bedeuten „zuzugeben“!!!

 * siehe dazu, zum „nicht zugeben können“ Der blinde Fleck beim Denken.

 

 

Dazu drei Sprüche von mir:

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Warum sagt man statt Lügennachrichten lieber Fake-News?

 

Damit die Lügen nicht so offensichtlich daherkommen!

 

Nachtrag am 22.01.2017:

Ausgangspunkt: Mein Spruch vom 30.12.2011 "In einer Solidargemeinschaft muss eine offene Ansprache an die Solidar-Schmarotzer möglich sein."
Aus den Nr. 212 "
Schulden pro Kopf in den Bundesländern"
 

Den, in der Nr. 212 enthaltenen Gedanken zu "Alle Pareien sind gleich", den ich der SPD zuschreibe, im Besondern Gerhard Schröder, den sehe ich als Beginn des postfaktischen Zeitalters, des Lügenzeitalters an.

Damals hat es kaum jemand gemerkt. Ich habe NIEMANDEN angetroffen, der diesen Schwachsinn nicht nachplapperte - auch nicht bei uns in der CSU!
 

Nun erleben wir Donald Trump mit genau derselben Strategie »These two are just the same!« (die Zwei, Clinton und Trump, sind gleich/vergleichbar)
Und? - diese fiese Strategie funktioniert immer noch.


Gerhard Schröder gewann denkbar knapp mit dieser Strategie plus dem "dagegen sein", anstatt "für etwas zu sein".
Donald Trump gewann denkbar knapp mit dieser Strategie plus dem "dagegen sein". Nur beim "für etwas sein", da gibt es doch Unterschiede: Trump ist für Amerika!

 

 

Nun aber zum Wesentlichen dieser, auf einen gewissen Punkt, von mir hinführenden Gedanken:
Mit dieser unterschwellig gut ankommenden, aber sehr fiesen Tour, den politischen Gegner zu verunglimpfen (in dem man versucht sich durch den Satz "ALLE sind gleich" auf die gleiche Stufe mit dem deutlich besseren Gegner zu stellen) ist Folgendes in den Köpfen der Menschen passiert: Da sie es nicht bewusst bemerkten, was mit ihnen geschah, sie aber fühlten, dass sie getäuscht/missbraucht wurden, entwickelte sich eine permanente Wut in ihnen, die immer wieder - ob zu Recht oder nicht zu Recht ist völlig nebensächlich - sporadisch aufflackerte, wenn geltungssüchtige Rädelsführer die Massen verführen, um ihre Inselgesinnungen zu verbreiten. Siehe dazu die Nr. 145 "
Stuttgart 21 und der Rädelsführer, wie Walter Sittler"

 

Der Gender-Wahnsinn der letzten Jahre, der gründet auch auf solch einem Lügenmorast, der nur dazu da war, Randgruppen und Verlierern Podeste zu verschaffen, die ihrem Anteil an der Bevölkerung nicht gerecht werden. Wer Randgruppe ist, der soll sich dessen auch bewusst sein. Wer Randgruppe ist, der sollte auch damit rechnen, dass das auch so offen ausgesprochen werden darf und muss, damit Wichtigeres in unserem Land passiert, wie die Entwicklung unser aller Kinder hin zu wertvollen Mitgliedern einer Solidargemeinschaft - um eben nicht in den Randgruppen zu landen!!!


Nun zur Aufklärung der beiden, angeführten Strategien (ALLE sind gleich) von SPD und Republikanern:

1. Wer besser ist, der meint durch das "besser sein" nicht unbedingt etwas tun zu müssen, um dies zu beweisen. Dies ist ein Riesenfehler, wenn man bedenkt, dass:

2. Wer schlechter ist, wer der offensichtliche Verlierer für ein Ereignis in der Zukunft ist (z. Bsp. einer Wahl), der kann ja nur durch Lügen sich in den Vordergrund spielen. Wenn der offensichtliche Verlierer doch noch gewinnen will, was bleibt ihm dann übrig?
a. Die Wahrheit sagen, dass der politische Gegner besser ist?, oder
b. Lügen verbreiten, um doch noch zu gewinnen? Siehe dazu "
GEZUSE-Menschen"


Gibt es Auswege aus diesem Dilemma? -> NEIN !!!

 

Warum dieses harte NEIN?
Es soll Dich wachrütteln in vielerlei Hinsicht:


a. Die Menschen glauben lieber, als dass sie DenKen oder NACHDENKEN, denn DenKen ist anstrengend.


b. Die Menschen lügen am Tag ca. 200 mal. Wie sollen die Menschen die Wahrheit von der Lüge unterscheiden? - denn Lügen sind ihnen sympatischer und geläufiger, als die Wahrheit.
Die Neigung der Menschen zur Lüge ist viel größer, als die Liebe zur Wahrheit.

Ulrich H. Rose vom 25.11.2015


c. Vorteile, vor allem ungerechtfertigte, die kann man in einer verlogenen Ellenbogen-Gesellschaft nur durch Lügen erlangen. Zum Beispiel vor Gericht. Siehe dazu "paradox, Paradoxa"


d. Da die meisten Menschen Fehler nicht zugeben können, wie soll es hier zu Lösungen kommen?

 

Quintessenz:
Also lassen wir uns weiter - gedankenlos - anlügen von den Machtgeilen und Geldgeilen.

Der einzige Ausweg, den ich sehe:
Die
5 Weisen jeden Landes suchen.

 

Ulrich H. Rose
vom 22.01.2017

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In einer Solidargemeinschaft muss eine offene Sprache an die Solidar-Schmarotzer möglich sein. Spruch von Ulrich H. Rose vom 30.12.2011

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Nach dem "Lügenjahr 2016":

Es gibt seit 2016 mehr Lügenliebende als Wahrheitsliebende. Spruch von Ulrich H. Rose vom 04.02.2017

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Welches Transportmittel ist am verbreitetsten auf der Erde? Mit weitem Vorsprung ist es der Glaube! Denn, wie sollten sich die vielen Lügen sonst verbreiten? Lügen müssen von den Menschen geglaubt werden, damit sie sich verbreiten können! Spruch von Ulric

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Und hier noch einen Beitrag von unserem zukünfigen Bunderpräsidenten Frank-Walter Steinmeier zum Thema Wahrheit und Lüge:

 

Da ich meistens mit etwas Positivem zum Abschluss komme - kommen will - hier meine positive Alternative zur Überschrift von weiter oben "Brauchen wir Reli noch?" - keine Frage gestellt, sondern etwas viel Besseres, eine begründete Aufforderung, ein Aufruf:

Sucht die "5 Weisen" in jedem Land!

Weiteres zu Donald Trump findest DU in "Der Glaube ist das allergrößte Problem der Menschen"

 

Und ein chinesisches Sprichwort, auf Donald Trump gemünzt:

Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die einen Mauern, die anderen Windmühlen. chinesisches Sprichwort

 

Hier geht es weiter zur Erklärung von "Fake News"

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Was ist in der Türkei los?

19. März 2017

 

Solltest Du meine Erklärungen zur Wahl von Trump ganz oben gelesen haben, dann kannst Du diese fast 1:1 auch auf die Türkei übertragen.

 

Wenn man den Einfluss "Glauben" auf das Wahlverhalten in Amerika mit der Türkei vergleicht, dann sieht es hinsichtlich der Verführbarkeit und des Fanatismus in der Türkei wesentlich schlimmer aus: Dort sind 99% Muslime (davon 80% Sunniten, 20% Aleviten) und 1% Andersgläubige oder Nichtgläubige.

 

Nun zu den Fakten:

Recep Tayyip Erdoğan geht massiv gegen die Gewaltenteilung (Politik - Justiz) durch z. Bsp. Verhaftungen von Richtern vor, andererseits ist er kontinuirlich dabei die seit 1923, seit Mustafa Kemal Atatürk, bestehende Trennung von Kirche und Staat = den Laizismus (Art. 2, die Religionsfreiheit in Art. 24) zu beseitigen.

Gut, Letzteres, die Trennung von Staat und Kirche, die ist nicht ganz mit Amerika vergleichbar, da es in der Türkei nahezu 100% Gläubige gibt. Diese 100% Gläubigen, die haben es seit 1923 erlebt = die Trennung von Staat und Kirche gelebt und sich an diesen, eher labilen Zustand, gewöhnt.

 

Nun zu den Aussichten:

Ich rechne damit, dass Erdogan mit seinem Verfassungsreferendum am 16.04.2017 siegt und er sich dadurch zum alleinigen Herrscher/Beherrscher der Türkei aufschwingt.

 

Warum nehme ich das an?

Weil es dort - im Vergleich zu Amerika - prozentual sehr viel mehr Gläubige gibt, und der Laizismus über die letzten 94 Jahre mehr Makulatur* war. Das bedeutet (erst mal nur für mich), dass die Verführbarkeit der Massen in der Türkei noch viel größer ist, als in Amerika.

Warum Makulatur? -> Bei 99% Muslimen ist der Islam eine Staatsreligion!

 

Erdogan bekommt auch noch indirekte Unterstützung durch Europa, durch unsere Rechtspopulisten, die den Islam - ich sage es mal nett - einengen wollen.

 

Das ist - nach meiner Ansicht - richtig, nur es kommt entschieden zu spät.

 

Diese Fehler wieder gut zu machen - den Isalm hier in Europa einzuengen, das wird sehr schwierig werden.

Warum wird das schwierig werden? -> Weil die meisten Politiker Fehler nicht zugeben können.

Nur durch diese Fehler unserer etablierten Politiker konnten die Rechten erstarken. Zurückrudern, das geht fast nicht wegen des "Fehler nicht zugeben Könnens".

Siehe dazu meinen offenen Brief an Horst Seehofer in "Betrug und Selbstbetrug" (ER). Dort ist auch die Nr. 341 "Rhetorik und Dialektik – im Zusammenhang mit der Presse, den Intellektuellen, der Politik und der AfD." zu finden.

Zumindestens hat Horst Seehofer seine Haltung zu Angela Merkel - auf Grund meiner Aufforderung? - 4 Monate später geändert.

 

Wie soll es da Lösungen geben?

Einerseits der lupenreine Soziopath Erdogan, dem gegenüberstehend die europäischen Politiker, die ebenfalls - zu geschätzt 95% - Soziopathen sind.

 

Wenn sich 2 oder mehr Soziopathen gegenüberstehen, dann gibt es keine Lösungen, dann gibt es immer Konfrontationen.

Die denkbar schlechteste Lösung wäre Krieg.

Die zweitschlechtesten Lösungen bringen immer Vorteile für den brutalsten Soziopathen. Wenn den Soziopathen ein liebevoller Mensch gegenüber steht, dann gewinnen immer die Soziopathen, es sein denn, es gibt Krieg. Dann gewinnt der Stärkere.

Ob dann der Stärkere der Liebvollere ist, das ist abzuwarten.

Ein Teufelskreis ohne Ende - solange es Soziopathen gibt!

 

Ulrich H. Rose am 19.03.2017

 

Wenn sich 2 oder mehr Soziopathen gegenüberstehen, dann gibt es keine Lösungen, dann gibt es immer Konfrontationen. Die denkbar schlechteste Lösung wäre Krieg. Die zweitschlechtesten Lösungen bringen immer Vorteile für den brutalsten Soziopathen. Wenn den

Wenn Du der Meinung bist, dass meine Gedanken zu den Sozioapathen vom 19.03.2017 richtig und weitergebenswert sind, dann kopiere Dir das jpg-Bild hier raus und verteile es an Gleichgesinnte in den sozialen Medien. Danke!

Aus der Geschichte können wir lernen dass noch nie aus der Geschichte gelernt wurde. al-Mas'udi. Glück Daniel Kahneman
Je größer heutzutage eine Menschenmasse, desto unwahrscheinlicher ist es, dass intelligente, liebevolle, hilfreiche Lösungen für die Menschen erdacht, erarbeitet und dann umgesetzt werden. Spruch von Ulrich H. Rose vom 13.03.2010

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Und Axel Hacke setzt allem noch einen drauf:

 

Hört auf, unsere Kinder mit Trump zu vergleichen!

aus Süddeutsche Zeitung, Magazin Heft 21/2017 Das Beste aus aller Welt

 

Von Axel Hacke        Illustration: Dirk Schmidt

 

Leberfleck, Schimpanse, Flipperkugel: Niemand auf der Welt wurde so oft mit irgendetwas oder irgendjemandem verglichen wie Donald Trump. Unser Kolumnist hat eine Idee, woran das liegen könnte.

 

In der New York Times las ich, Donald Trump benehme sich wie ein sieben Jahre alter Junge, der nicht stillsitzen könne. Da fiel mir ein, dass man ihn vor der Amtszeit und zu deren Beginn mit einem 13-Jährigen verglichen hatte, dann mit einem Neunjährigen. Nun also sieben. Der Mann ist siebzig. Aber in den Analysen seiner Persönlichkeitsstruktur wird er immer jünger. Wo führt das hin?

 

Ich finde, man muss die Kinder in Schutz nehmen: Ich kenne jede Menge Sieben-, Neun- und 13-Jährige, denen man bedenkenlos eine größere Zahl von Atomraketen anvertrauen könnte, sie würden damit verantwortungsvoll umgehen. Trump hat mal gefragt, warum man Atombomben habe, wenn man sie nicht benutze. Also, bitte. Kinder an die Macht! Und Schluss mit diesen Vergleichen, das hat unser Nachwuchs nicht verdient.

 

In der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung ist der Donald mal mit Karlsson vom Dach verglichen worden, das klang erst mal sehr witzig, denn tatsächlich fallen ein paar Parallelen auf, die seltsame Frisur, die Wohnung ganz oben unter dem Dach (wie im Trump Tower), das dick aufgetragene Selbstbewusstsein, die Neigung zu Sätzen, die zum Beispiel »Ich bin der beste Dampfmaschinenaufpasser der Welt« lauten. Aber hat Trump einen Propeller auf dem Rücken? Hat er je ein Bild gemalt und es »Porträt eines sehr einsamen, kleinen, roten Hahnes« genannt? Hatte er irgendwann mal auch nur einen Tag lang einen so netten Freund wie Lillebror? Nein, er hatte nie einen Freund, das ist es ja. Also Schluss auch mit dieser Analogie!

 

Überhaupt muss man ein bisschen aufräumen mit den Trump-Vergleichen, es gibt ja niemanden auf der Welt, der so oft wie Trump mit irgendetwas oder irgendjemandem verglichen worden ist. Die Leute versuchen verzweifelt zu verstehen, was geschieht. Sie möchten das in Bilder kleiden. Hier ist ein bisschen von dem, was ihnen eingefallen ist: männlicher Schimpanse (das sagte Jane Goodall), Leberfleck, der anfangs harmlos aussah, den man jetzt aber nicht mehr ignorieren sollte (John Oliver, noch vor der Wahl Trumps), Godzilla (T.C. Boyle), »er ist genauso wie ich« (der philippinische Diktator Rodrigo Duterte), ein Autoverkäufer (Robert De Niro), der geistig zurückgebliebene Gärtner aus dem Film Willkommen, Mr. Chance, der die Welt nur aus dem Fernsehen kennt, dann aber zum Präsidentschaftskandidaten wird (so die FAZ). Ach, und was weiß ich noch alles, Hitler, Baron Münchhausen, Kim Jong-un, Nixon, eine Flipperkugel, Mussolini, ein Zirkusclown, ein Schulhofschläger, die Motte Neopalpa donaldtrumpi, Don Vito Corleone …

 

Jemand hat ihn sogar mit Obama verglichen, unter anderem mit dem Ergebnis, dass Trump in den ersten drei Amtsmonaten 19 Mal beim Golf war, Obama nie.

 

Im Rolling Stone stand im April eine Riesengeschichte, die sich mit der Frage befasste, ob Trump geisteskrank sei oder nicht. Lance Dodes, ein früherer Harvard-Professor für Psychiatrie, und 34 andere Fachleute hatten einen offenen Brief an die New York Times geschrieben, in dem es hieß, Trump sei eindeutig so gestört, dass er »unfähig zu einer sicheren Ausübung des Präsidentenamtes« sei. Allen Frances, ein anderer früherer Professor für Seelenheilkunde, schrieb einen Gegenbrief: Man dürfe übles Verhalten nicht mit Geisteskrankheit verwechseln. Es sei unfair und eine Beleidigung der wirklich Geisteskranken, sie mit Trump zu vergleichen. Also noch mal: keine Vergleiche mehr, wirklich jetzt.

 

Es habe in der Geschichte schon Präsidenten mit großen Problemen gegeben, sagte Sean Wilentz, Geschichtsprofessor in Princeton. Aber da sei es um Alkoholismus oder Paranoia gegangen, »psychische Feld-Wald-und-Wiesen-Erkrankungen«. Das hier sei anders. Es gehe es um Loslösung von der Wirklichkeit. »Wir haben so was einfach noch nie gehabt.«

 

Axel Hacke

 

 

Und hier das dazugehörige Bild:

 

Donald Trump und Atomwaffen - schlimmer, als ein Kind!

 

Hier geht es weiter zur Erklärung von "Fake News"

 

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