Aufruf an die Intellektuellen

Ulrich H. Rose vom 31.07.2017

In meiner Domain Erkenntnis-Reich.de gibt es schon die "Aufrufe zum Wohle der Kinder" - ganz am Ende. Hier kommen die Aufrufe schon zu Beginn der einzelnen Kapitel und Abhandlungen. Dies hat seine Gründe:

1. Generell kann man auch die folgenden Aufrufe so verstehen, dass sie letztendlich unseren Kindern, allen Kindern zugute kommen sollen, damit diese eine gesicherte, eine konfliktfreie, eine liebevolle Zukunft erwartet.

2. Über diese Aufrufe hier möchte ich Gruppierungen ansprechen, die im Erkenntnis-Reich.de nicht in den Überschriften aufgeführt werden.

3. Wenn Du weiterliest, dann wirst Du hier das Wesentliche - über die angebotenen LINKS - aus meinen 3 Domains erfahren, d.h., Du kannst Dir viel Zeit sparen.

 

Mein Anlass für diese Aufrufe hier:

In mir gärt schon seit Jahren ein Thema, welches heute durch einen Artikel in der WamS zum Ausbruch kam.

Heute, am 31.08.2017 las ich in der Welt am Sonntag vom 27.08.2017 unter der Rubrik "Politik" von Daniel-Dylan Böhmer über den deutschen Schriftsteller Doğan Akhanli und seine Leidensgeschichte, beginnend 1985 in der Türkei, als er zusammen mit seiner Frau und ihrem 16 Monate alten Kind - getrennt voneinander - inhaftiert wurde.

Doğan Akhanli wurde 1957 in Şavşat, Türkei geboren und lebt seit 1992 in Köln. Er wurde vorletzte Woche, am 19.08.2017 während seines Urlaubes in Granada von Interpol - auf Ersuchen der Türkei - festgenommen.

 

Akhanli wird darin u.a. zitiert: "Deutschland hatte zu lange zu viel Geduld mit Erdogan. Dieser Ansatz ist gescheitert. Erdogan missversteht diese Zurückhaltung als ein Zeichen von Schwäche. Er zieht daraus den Schluss, dass er mit Europa alles machen kann. Und er unterschätzt Europas Möglichkeiten massiv. Man muss ihm jetzt Grenzen aufzeigen"

 

Genau diese Sätze von Akhanli waren der Auslöser meiner gedanklichen Eruption, vor allem der letzte Satz "Man muss ihm (= Erdogan) jetzt Grenzen aufzeigen", der hat es in sich. Ich beziehe mich auf das "jetzt". Warum erst jetzt?

 

Deshalb mein Aufruf Nr. 1a:

Aufruf A:

Intellektuelle, wacht aus Eurem Tiefschlaf auf!

 

Und bitte nicht gleich beleidigt sein und das Weiterlesen einstellen, solltest Du intellektuell sein!

 

Frage Dich mal, warum wir diese Welt mit Recep Tayyip Erdoğan, mit Donald Trump, mit Kim Jong-un, Nicolás Maduro, Wladimir Putin, Baschar al-Sadat, u.s.w., u.s.w. haben? Etwa, weil wir so viele mutige Intellektuelle haben, die sich diesen Diktatoren = Soziopathen entgegenstellten? Wo sind die kollektiv agierenden, mutigen Intellektuellen - ohne Ausnahme, die sich gegen diese Verrückten und Narzissten zur Wehr setzen, und das rechtzeitig, bevor diese zu mächtig werden?

O.k., in dem Artikel von Daniel-Dylan Böhmer wird auch erwähnt, dass Erdogan selbst Ende der 90er-Jahre ins Gefängnis kam für ein vorgetragenes "schlechtes" Gedicht. Dieser Punkt ist bitte im Gedächtnis zu behalten, da er noch eine wichtige Rolle in meinen Gedankengängen einnehmen wird. (Stichpunkt "Schläfer" in "Was ist ein Soziopath?")

 

Begriffserklärung Intellektuelle(r):

 

Aus WIKIPEDIA:

Als Intellektueller wird ein Mensch bezeichnet, der wissenschaftlich, künstlerisch, religiös, literarisch oder journalistisch tätig ist, dort ausgewiesene Kompetenzen erworben hat und in öffentlichen Auseinandersetzungen kritisch oder affirmativ (zustimmend) Position bezieht. Dabei ist er nicht notwendig an einen bestimmten politischen, ideologischen oder moralischen Standort gebunden.

 

Im Duden:

1. jemand, der wissenschaftlich [oder künstlerisch] gebildet ist und geistig arbeitet. 2. Verstandesmensch

 

Synonoyme: Akademiker, Akademikerin, Gebildeter, Gebildete, Gelehrter, Gelehrte, Hochschulabsolvent, Hochschulabsolventin, Wissenschaftler, Wissenschaftlerin; (umgangssprachlich) Studierter, Studierte; (gehoben veraltend) Geistesadel; (häufig abwertend) Intelligenzler, Intelligenzlerin

 

UNI Erlangen: Was ist ein Intellektueller?

Der Ursprung liegt im lateinischen Wort ‚intellegere‘, was einsehen, verstehen, erkennen bedeutet. ‚Intellectus‘ ist das höhere Erkenntnisvermögen und mit ‚intelligentia‘ bezeichnet Cicero ursprünglich die Erkenntnisfähigkeit und das höhere Vermögen der Seele. Das Wort ‚Intellektueller‘, wie wir es heute kennen und verwenden, wurde erstmalig im Zusammenhang mit der Dreyfus-Affäre in Frankreich verwendet:

1895 wird Alfred Dreyfus, ein jüdischer Artilleriehauptmann, des Landesverrats bezichtigt und zu lebenslanger Haft verurteilt. Da die Anklage kein Motiv seitens des vermeintlichen Verräters findet und da es nicht möglich schien, die Beweisstücke zu veröffentlichen, ohne die Spionagetätigkeiten Frankreichs zu offenbaren, werden gefälschte Dokumente vorgelegt. Doch für den Großteil der französischen Bevölkerung besteht kein Zweifel daran, dass Dreyfus schuldig ist. Nach Fällung des Urteils fordert seine Familie eine Revision. Ihr Anwalt veröffentlicht die Rechtswidrigkeiten, die während des Prozesses begangen wurden, jedoch ohne Erfolg. Mittlerweile hat man herausgefunden, wer der wahre Schuldige ist, nämlich Major Esterhazy, der sodann auch angeklagt wird. Doch das Gericht spricht ihn wieder frei. Zu diesem Zeitpunkt greift Émile Zola mit seinem offenen Brief „J’accuse“ („Ich klage an“) in das Geschehen ein. Er kritisiert das Militär und die Regierung moralisch, aber auch aufgrund von Verfahrensfehlern des Prozesses, auf das Schärfste und fordert Gerechtigkeit für den verurteilten Dreyfus. Sein Engagement findet bald großen Anklang. Über 2000 Wissenschaftler, Künstler und Freiberufler, zum ersten Mal offiziell „les intellectuels“ genannt, schließen sich ihm an. Durch dieses Eingreifen wird eine Diskussion über abstrakte Werte wie Wahrheit und Gerechtigkeit angestoßen, die letztendlich bewirkt, dass Dreyfus 1899 begnadigt und freigelassen wird.

Die Intellektuellen haben also, indem sie in Dinge eingriffen, die sie eigentlich nicht persönlich betreffen, einerseits erreicht, dass Dreyfus Gerechtigkeit widerfuhr und andererseits, dass die Menschen begannen, über Werte nachzudenken, die für die Gesellschaft wichtig sind. Das Wort ‚Intellektueller‘ besitzt in Frankreich seitdem eine positive Konnotation.

 

In Deutschland verhält es sich mit der Begriffsgeschichte ganz anders. Hier war das Wort in der NS-Zeit sehr negativ besetzt. Es war Synonym für die Gegner der Nazi-Ideologie, also für jüdische oder andere unerwünschte Bevölkerungsgruppen. Wie Dietz Bering in seiner Abhandlung „Die Intellektuellen. Geschichte eines Schimpfwortes“ darstellt, war der Begriff „Intellektueller“ in Deutschland, ganz anders als in Frankreich keineswegs ein Kompliment. Es war vielmehr, wie der Titel schon sagt, ein Schimpfwort, eine Bezeichnung, die gleichzusetzen war mit „krank“ und „Neinsager“.

Es dauerte lange, bis die negative Besetzung dieses Wortes, wie es im Übrigen auch bei vielen anderen Begriffen der Fall war, bekämpft und in den Hintergrund gedrängt werden konnte.

 

Diese Abhandlung der UNI Erlangen war mir sehr hilfreich. Im weiteren Verlauf werde ich immer wieder darauf zurückkommen.

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Meine Zusammenfassung:

Ein Intellektueller ist eine Person, die sich in der Gesellschaft durch Geistreiches oder Künstlerisches, manchmal auch durch Beides, hervortut. Ergänzend siehe die Ausführungen in WIKIPEDIA.

 

Wenn wir nun die Entstehung des Begriffs "Intellektueller", verbunden mit dem Schicksal von Alfred Dreyfus, verstanden haben, dann können die damals Helfenden - als Intellektuelle bezeichnet, als Vorbild für ein beispielhaftes, für ein menschliches*, für ein intelligentes Verhalten dargestellt werden. Meine Hochachtung vor dem Mut dieser 2.000 Intellektuellen!  * zu menschliches siehe den LINK weiter unten

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Jetzt zu meiner Eruption:

 

Im Begriff "Intellektueller" steckt sehr deutlich der Begriff "Intelligenz", so wie es weiter oben immer wieder vielfältig anklingt. Dies ist auf den ersten Blick verständlich und dürfte auch so von vielen Lesern als richtig abgehakt werden, ohne darüber kritisch nachzudenken.

 

An diesem Punkte setzt mein DenKen ein. Zuerst sind es erst mal folgende Tatsachen, die Dir nicht auf Anhieb plausibel erscheinen werden: Obwohl sich der Begriff "Intellektueller" sehr deutlich vom Begriff "Intelligenz" herleitet sind Intellektuelle nicht als intelligent zu bezeichnen. Siehe dazu auch die historischen Unterschiede von Frankreich und Deutschland! In Frankreich positiv besetzt, denke an Alfred Dreyfus, in Deutschland negativ besetzt durch die NS-Zeit. 

In Frankreich waren es die helfenden 2.000, in Deutschland waren es die Gescheiten und die Reichen = insbesondere die Juden.

In Frankreich waren die helfenden 2.000 die Herausragenden, die Helden und diese werden auch jetzt noch durch den Begriff "Intellektuelle" geehrt, in Deutschland waren es die Juden, denen man ihren Reichtum missgönnte, der sich wahrscheinlich auf Grund ihrer Gescheitheit und ihrer engen Zirkel über die Zeit entwickelt hat.

Unabhängig von diesen unterschiedlichen Entwicklungen zum Begriff "Intellektueller" ist mein Verständnis für den Begriff "Intellektueller" auch negativ besetzt. Dies ergab sich aus einem anderen Blickwinkel, der mit dem weiter oben blau hervorgehobenen Satz zu tun hat.

Am 13.08.2008 definierte ich den Begriff "Intelligenz" treffend mit "zugeben (können)" und "nicht glauben (müssen)" + "dem Denken nach Wahrscheinlichkeiten". Damals, 2008, da meinte ich noch, dass maximal 1% der Menschen intelligent sind. Einige, gescheite Menschen bestätigten mir dies 2008 so. 8 Jahre später, das war 2016, stellte ich fest, dass nur ein Mensch von 100.000 intelligent ist. Diese Zahlen belegen auch - so nebenbei -, dass die Intelligenz bei den Intellektuellen auf der Strecke geblieben ist, da sich die "sogenannten Intellektuellen" kaum noch, so wie 1895, um Missstände massiv und in großer Anzahl kümmern. Wenn nur 1% der Menschen intelligent wären, wir hätten eine deutlich friedlichere Welt!

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Nun möchte ich wieder zum Artikel von Daniel-Dylan Böhmer über den Autor Dogan Akhanli und seiner Inhaftierung durch Interpol in Spanien zurückkommen. Dort wird Dogan Akhanli u.a. zitiert zu Recep Tayyip Erdoğan: „Deutschland hatte zu lange zu viel Geduld mit Erdogan, ... Man muss ihm jetzt Grenzen aufzeigen.“

Erdogan jetzt Grenzen aufzuzeigen, dafür ist es viel zu spät, wenn man weiß, was das Referendum Erdogan ihm im April 2017 für eine zusätzliche Machtfülle bescherte.

Erdogan Grenzen aufzeigen - in der Türkei, das dürfte für diejenigen, welche ihm Grenzen aufzeigen, schlimm ausgehen.

Erdogan von außen Grenzen aufzeigen, das dürfte Erdogan kaum registrieren wollen, da er ja der Alleinherrscher der Türkei ist.

Besser ist Erdogan von Außen jetzt Grenzen zu setzen - nicht aufzeigen!

Machen, nicht reden! Dies kann nur politisch geschehen, an militärische Aktionen, da möchte ich noch nicht mal im Ansatz denken - obwohl, wenn die geduldigen Europäer wüssten, dass ein Soziopath, wie Erdogan, sich nicht von Sanktionen von Außen in die Knie zwingen lässt.

Es gilt: "Macht kann nur durch größere Macht vertrieben werden. Dies gilt insbesondere für Soziopathen" UHR vom 30.10.2013.

Das bedeutet, dass nur von Innen, aus dem türkischen Volk heraus das Problem Erdogan beseitigt werden kann. Siehe dazu auch Nordkorea mit der "schrecklichen Familie" Kim Il-sung, Kim Jong-Il und Kim Jong-un. Alle 3 regierten und regieren äußerst brutal. Von Außen ist denen kaum beizukommen.

Nutzen da Handelssanktionen etc.? Eher nicht! Das Volk muss zu Kreuze kriechen, siecht dahin und die Feudalherrscher = Sozioathen schwelgen im Überfluss.

Etwas gemäßigter geht es da im sogenannten Westen zu. Einige, wenige Milliardäre = Soziopathen bereichern sich unentwegt und schwelgen im Überfluss, während viele am Existenzminimum oder darunter leben müssen. Zusätzlich billigen sich die Einkommensstarken immer mehr Einkommen zu, während die Einkommensschwachen darben. Aktuelle Zahlen aus den USA: 10% der Einkommensstarken schöpfen 50% ab!

 

Wo ist da der Unterschied von Nordkorea zum Westen? Ein kleiner!

Wir haben Gesetze, die uns einigermaßen vor den Mächtigen schützen!

 

Nur, was wäre, wenn es bei uns nur 14 Tage keine Gesetze gäbe?

Wir hätten schon nach einer Woche Anarchie und ähnliche Verhältnisse, wie in Norkorea, Venezuela oder der Türkei.

 

Jetzt reicht es erst mal. Es ist 20°° und ich mache zeitnah weiter.

 

Weiter am 01.09.2017:

Warum hat Deutschland so viel Geduld mit Erdogan?

 

Zuerst sollte geklärt werden: Wer ist hier mit Deutschland gemeint?

Mit Deutschland sind in erster Linie die Politiker und natürlich auch die Intellektuellen gemeint.

Damit schließt sich die nächste Frage an: Warum hatten und haben Politiker und Intellektuelle so viel Geduld mit Erdogan?

 

Die ehrliche und treffendste Antwort: Weil sie Feiglinge sind! -, denn, wenn sie Menschenfreude und mutig wären, dann würden sie nicht zulassen, dass in der Türkei die Menschen unterdrückt, gefoltert und von Wenigen negativ beeinflusst werden. Dasselbe gilt für das Nachbarland Syrien. Auch dort herrscht ein Gewissenloser, ein Soziopath, Baschar al-Assad, dem sein Volk völlig egal ist; unterstützt von einem sehr mächtigen Soziopathen, von Wladimir Putin.

Auch dort, in Syrien, da passiert kaum etwas menschliches, auch dort ist die Einflussnahme durch unsere Politiker und Intellektuelle kaum spürbar. Einzig unsere Kanzlerin, Angela Merkel zeigte 2015 Herz, zeigte sich menschlich. Nur was war das Ergebnis solch menschlichem Verhalten?

 

Die zutreffendste Antwort: Vorweg ein Spruch "Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus!" Wie unter "Was ist ein Soziopath?" herauszulesen ist, sind höchstwahrscheinlich alle führenden Positionen mit Soziopathen = gewissenlosen Menschen besetzt. Somit versteht ein deutscher Politiker, oder ein deutscher Intellektueller, was Erdogan bewegt und antreibt: Immer mehr Macht, mehr Erfolg und mehr Geld. Diesem Soziopathen Erdogan etwas entgegenzusetzen, das wäre so, wie sich selber ins eigene Fleisch zu schneiden. "Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus!" Deshalb noch mal die Erinnerung an Alfred Dreyfus und jetzt meine Interpretation der 2.000 Helfenden: Vielleicht ging es 1895 auch nur um die Macht? Evtl. setzen die 2.000 Dreyfus-Helfenden ihre geballte Macht nur ein um Dreyfus freizubekommen. Vielleicht war Major Esterhazy tatsächlich unschuldig und Alfred Dreyfuß der Schuldige!? Zu klären ist das nach gut 120 Jahren nicht mehr sicher. Da bis heute die Machtprinzipien den Lauf der Welt bestimmen, warum soll es da von 120 Jahren anders gewesen sein. Dies zur "Ehrenrettung" der heute lebenden Intellektuellen. Es wäre doch vermessen und zu naiv anzunehmen, dass vor 120 Jahren die Intellektuellen ehrlich und menschlich waren.

Wenn die Intellektuellen ehrlich und menschlich wären, dann sähe unsere Welt bedeutend friedlicher aus! Sie ist es aber nicht! Woran das wohl liegen mag? -> Angela Merkel war 2015 mutig und menschlich!

Ein Glück für uns, dass wir solch eine Kanzlerin haben.

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Die komplizierte Antwort, die wissenschaftliche Antwort:

Im Vorwege solltest Du das Buch von Daniel Kahneman "Schnelles Denken, langsames Denken" gelesen haben. Zumindest die ersten 300 Seiten. Es reicht auch aus "Den blinden Fleck beim Denken" zu lesen.

 

Die Quintessenz aus Beidem: Intellektuelle können Fehler kaum bis nicht zugeben. Je intellektueller, umso mehr steigert sich das "nicht zugeben können".

 

Hinzu kommen die im Erkenntnis-Reich.de gut beschriebenen, unbewussten "N200- und N400-Effekte", verknüpft mit dem Aufzeigen von Konfabulationen und narrativen Verzerrungen in "Betrug und Selbstbetrug".

 

Wenn Du das gelesen hast, dann wirst Du verstehen, dass die ersten beiden ehrlichen und treffenden Antworten

a. schlecht bei den Intellektuellen (bei Dir?) ankommen und

b. nicht verstanden werden (wollen)

c. ich wegen meiner Ehrlichkeit kaum geliebt werde, obwohl alle vorgeben ehrlich zu sein! (vorgeben ehrlich zu sein heißt - für Dich übersetzt - "lügen")

 

Weißt Du jetzt, warum es nicht besser wird auf dieser Welt?

 

Weißt Du jetzt, dass die Intellektuellen - verknüpft mit dem unse(e)ligen Glauben - zur Schlechtigkeit dieser Welt maßgeblich beitragen?

 

Deshalb noch einmal:

Intellektuelle, wacht aus Eurem unbewussten Tiefschlaf auf!

 

Ihr seid das Übel der Welt!

 

Wollt Ihr etwas daran ändern?

 

Dann wacht auf!

 

Wie geht das?

Fangt an zu denKen und seid ehrlich zu Euch und den Anderen - gebt Fehler zu!

UHR am 01.09.2017

 

Noch mal auf Erdogan zu kommen, der Ende der 90er-Jahre inhaftiert wurde: Solltest Du aufgewacht sein, dann stehe rigoros für alle Menschen ein, die eher grundlos inhaftiert wurden und werden, wie z. Bsp. Doğan Akhanli - denn es kann ja auch mal Dich treffen! Noch wichtiger ist, dass Du gegen die vorgehst, die eher grundlos verhaften, oder verhaften lassen. Gerade hier ist die Geschlossenheit der Intellektuellen nötig, damit sich diese gewissenlosen Menschen, diese Soziopathen nicht mächtige Positionen erobern, in denen sie nur ihre Machtgelüste ausleben und vielen Menschen massiv schaden.

Solltest Du Dich selbst als Soziopathen erkennen, was a. sehr schwer ist und b. eine anzuerkennende, große geistige Leistung darstellt, dann nutze Deinen Intellekt dazu, Dein gewissenloses und narzisstisches Verhalten einzudämmen. Dabei helfen Dir "Die 10 menschlichen Grundwerte", die Du nicht nur verstehen, sondern auch bedingungslos einhalten musst. Wie soll sonst diese Welt besser werden? Denke nur mal an Deine eigenen Kinder! Diese werden demselben Moloch ausgesetzt, wenn nicht irgendwelche Intellektuellen endlich mal darüber nachzudenken beginnen, wie sie auf diese Welt - negativ beeinflussend - wirken!

Hört endlich damit auf Euch diese Welt nach Machtprinzipien gefügig zu machen!

Werdet - Eurem Intellekt geschuldet - menschlich!

 

Zum Abschluss von Aufruf A möchte ich noch mal auf die UNI Erlangen und ihre Beschreibung "Was ist ein Intellektueller" zurückkommen.

‚Intellectus‘ ist das höhere Erkenntnisvermögen und mit ‚intelligentia‘ bezeichnet Cicero ursprünglich die Erkenntnisfähigkeit und das höhere Vermögen der Seele.

Diese Maßstäbe, die Cicero dem "Intellectus" mit Erkenntnisfähigkeit und Erkenntnisvermögen anlegte, die sind so hehr und soooooooooooo weit entfernt von den heutigen Intellektuellen, dass ich dazu noch Eins draufsetze: Zeigt oder nennt mir nur einen deutschen Intellektuellen, auf den das zutrifft. Ich bitte seeeehr darum!!!

 

Lies dazu bitte auch "Die Presse darf nicht die Freiheit haben" (Nr. 150)

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Was sagte schon vor ca. 500 Jahren Michelangelo zu den Soziopathen?

-> siehe den nächsten Spruch!              Was er nicht wissen konnte:

Fehler wollen und können sich Soziopathen nicht abgewöhnen!

 

Trotzdem, ich möchte ja Dich als Intellektuellen dazu bewegen wenigstens dem Genie Michelangelo Glauben zu schenken, und über seinen Spruch ernshaft nachzudenken. Es stimmt, was er sagte!

Mache es!

Lass Dich nicht von Deinen Trieben (nach Macht und Geld etc.) dominieren! Fange etwas sinnvolles mit Deinem Gehirn an. DenKe! Danke!

Mit all der Mühe, mit der wir manche unserer Fehler verbergen, könnten wir sie uns leicht abgewöhnen. Spruch von Michelangelo Buonarotti

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Aufruf B an den Rest:

Lasst Euch nicht alles von den Herrschenden gefallen und glaubt den Intellektuellen nicht alles!

 

Der Hintergrund für diesen Aufruf ist der - nicht weit zurückliegenden - Vergangenheit geschuldet und hängt mit dem Spruch des arabischen Philosophen Abu al-Hasan Ali ibn al-Husayn al-Mas'udi zusammen, der lautet: "Aus der Geschichte können wir lernen, dass noch nie aus der Geschichte gelernt wurde." Jetzt noch die Überraschung zu diesem Spruch, er ist um 950, d.h. vor über 1.000 Jahren entstanden. Das, was vor 1.000 Jahren gegolten hat, das hat auch heute noch seine Gültigkeit.

 

Zur nicht weit zurückliegenden Vergangenheit:

Vor ca. 2 Generationen war es bei uns und sonstwo auf der Welt üblich, dass Euch die Mächtigen als Kanonenfutter verheizt haben. Heute sagt man zu Euch nicht mehr Kanonenfutter, heute sagt man zu Euch Konsumenten.

Im ersten Fall meintet Ihr als Kanonenfutter dienen zu müssen - ohne große Gegenwehr, im zweiten Fall = jetzt meint Ihr aus freien Stücken zu konsumieren. Beides ist falsch! In jedem Falle wurdet und werdet ihr - zum Vorteil weniger Soziopathen - manipuliert. Ulrich H. Rose vom 02.09.2017

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Nachtrag am 12.09.2017: Bestimmt ist Vielen Aung San Suu Kyi aus Burma, jetzt Myanmar, noch gut in Erinnerung, die 1991 den Friedennobelpreis - in Abwesenheit - erhielt. Heute sitzt sie in der, von den Militärs immer noch dominierten Regierung, und wird massiv kritisiert, da sie sich nicht für die Rohingya einsetzt. Siehe dazu die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG vom 09.09.2017 "Lady ohne Herz"

Nun fordern einige Nobelpreisträger, dass die de-facto Regierungschefin Aung San Suu Kyi ihren Nobelpreis zurückgeben soll, weil sie "kein gutes Wort" für die verfolgte Minderheit der überwiegend muslimischen Rohingya einlegt. In Myanmar sind ca. 90% Buddhisten.

 

Hierzu möchte ich mir kein Urteil erlauben und den Stab über Aung San Suu Kyi brechen oder sie in Schutz nehmen wollen.

Statt dessen möchte ich die 3 wesentlichen Hintergründe nennen, die meiner Meinung nach für solch eine Haltung von Aung San Suu Kyi wahrscheinlich sind:

1. Sie ist Friedensnobelpreisträgerin und möchte keine muslimische Gruppierung unterstützen, die sich vehement - und das weltweit* - gegen den Frieden stemmt. Deshalb bleibt sie stummt.

* die einzige Ausnahme ist hier der Senegal. Dort leben ca. 90% Muslime friedlich mit ca. 10% Christen zusammen, weil es dort einen uralten Schlichtungsmechanismus gibt: Die cousinage à plaisanterie oder parenté plaisantante, was sich mit "Scherzverwandtschaft" übersetzen lässt. Siehe dazu "Witz oder Krieg" in DIE ZEIT vom 30.08.2017

 

2. Sie ist (wie fast alle Intellektuellen) nur solange friedlich, bis sie an der Macht ist. Siehe dazu hier den Aufruf A und "Was ist ein Soziopath" und meinen Hinweis auf "Schläfer".

 

3. Sie versucht dem gesamten Land als de-facto Regierungschefin zu dienen und manövriert sich unter der immer noch bestehenden Militärherrschaft so durch, dass den meisten Menschen geholfen wird.

 

Jetzt such Dir was aus. Ob es stimmt, dass wirst Du/werden wir evtl. erfahren. Ob das, was uns dann zugetragen wird, stimmt, das steht wiederum auf einem anderen Blatt. Ende Nachtrag

 

Gegen so viel Beeinflussendes, da hilft nur das DenKen und

das DenKen nach Wahrscheinlichkeiten. (DI DI)

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