Wie Flüchtlinge vermeiden?

Der klägliche Versuch von Paul Collier eine Weltformel für die Flüchtlingsfrage zu erstellen zeigt, wie wenig hier logisch gedacht worden ist, wahrscheinlich kann nicht logisch gedacht werden!

* Sir Paul Collier, * am 25. April 1953, ist ein britischer Wirtschaftswissenschaftler. Er lehrt in Oxford und präsentierte am 02.04.2017 in der WELT am Sonntag "Eine Weltformel für die Flüchtlingsfrage"

Die Journalisten: Klaus Geiger und Eva Ladipo

Seine Formel sagt in etwa aus, dass die EU und andere reiche Staaten sich gegen illegale Wirtschaftsflüchtlinge abschotten müssen.  Die Hilfen für die Flüchtlinge sollen möglichst in der Nähe der Krisenregionen erfolgen und dort den Flüchtlingen in Städten Jobs gegeben werden. Diese Jobs sollen von westlichen Firmen geschaffen werden bei fairer Bezahlung und der "Selbstbestimmung" der Flüchtlinge.

 

Angela Merkle gibt er die Mitschuld an "tausenden verlorener Leben"

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Mein Kommentar dazu:

Hier passt wenig zusammen, oder wie ich es anfangs schon sagte, es wurde nicht logisch gedacht.

 

1. Collier kritisiert Angela Merkel wegen ihrer Flüchtlingspolitik, dies sind 2015 fast nur Kriegsflüchtlinge gewesen und kaum Wirtschaftsflüchtlinge. Seine Lösung beinhaltet aber nur die Behandlung von Wirtschaftsflüchtlingen. Vielleicht tue ich Paul Collier auch Unrecht, weil die beiden Journalisten Klaus Geiger und Eva Ladipo nur nicht gut berichtet haben.

 

2. Wie so häufig festzustellen, werden nicht die Ursachen der Flüchtlingsströme (egal, ob Kriegsflüchtlinge oder Wirtschaftsflüchtlinge) bekämpft, sondern kosmetische Behandlungen vorgeschlagen. Dabei führt Collier an, dass die Kosten für einen Flüchtling in Europa 135 Mal so hoch sind, wie in einem Entwicklungsland. Diese Finte lenkt erfolgreich davon ab, weiter darüber nachzudenken, ob es nicht doch weitaus bessere Lösungen geben könnte. Hier wird den Europäern suggeriert, dass sie Geld einsparen könnten, wenn sie 1/135 des Geldes in den Nachbarländern der Krisenländer abliefern. Nur, wer garantiert, dass es nicht in den Nachbarländern ähnlich zugehen könnte, wie in den Krisenländern?

Genug der Vorrede! Jetzt meine weiterführenden Überlegungen:

 

In den Nachbarländern ist die Wahrscheinlichkeit ebenfalls sehr hoch, dass dort das Geld - und auch wenn es nur 1/135 ist - in korrupten Systemen versickert. Hinzu kommt, dass durch die Nähe zu den Krisengebieten zusätzlich Gesinnungen durch die Flüchtlinge infiltriert werden, die das Nachbarland destabilisieren könnten und dieses zu einem Krisengebiet mutieren lassen.

 

Hier hat also ein Prof. Paul Collier sehr naiv - aus der Sicht eines abgehobenen, wohlsituierten Intellektuellen und weitab vom Geschehen sitzenden - versucht kosmetische Lösungen anzubieten.

 

Nur zum Kern der Probleme in den Krisenländern und den Kriegsländern kommend, der bis hierhin noch nicht genannt wurde und der höchstwahrscheinlich gänzlich von Paul Collier übersehen wurde: Dort ist die Problematik dieselbe wie bei uns. Es gibt in Europa, wie in den Entwicklungsländern Menschen. Diese Menschen sind machtgeil und geldgeil und skrupellos. Der wesentliche Unterschied ist der, dass wir eine etwas bessere Gesetzgebung haben, welche die Wohlhabenden und die Nichtshabenden besser schützt. In den Entwicklungsländern, die häufig zu Krisenländern und Kriegsländern werden, da funktioniert die Gesetzgebung eher nach dem Prinzip des Stärkeren. Der Stärkere ist meistens der Wohlhabendere und/oder der Brutalere.

 

Direkter gesagt:

Wenn wir es schon nicht bei uns schaffen die Menschen zu einem fairen Miteinander zu bewegen, d.h., die Wohlhabenderen zu bewegen zu teilen, wie soll das erst in den Entwicklungsländern = in den Krisenländern, in den Kriegsländern und bei deren Nachbarn funktionieren? Das klappt ganz sicher genau so wenig, wie bei uns.

Sieh Dir dazu unter Anderem den Artikel 1 der Menschenrechte mal genauer an, in dem 7 Milliarden Menschen hochgradig verarscht werden.

Wer hat das bisher gemerkt, diese Verarsche? Ich denke Keiner!

Da kommt dann ein Ulrich H. Rose und entdeckt in dem Artikel 1 der Menschenrechte etwas, was die Wohlhabenden davor schützt, dass sie nicht von den Nichtshabenden aufgefordert werden, ihre Macht- und Geldansammlungen zu teilen.

Siehe dazu die Nr. 324 "Die Masse Mensch hat keine Würde", oder hier auf Definition-Intelligenz.de die Startseite

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Jetzt noch die Beantwortung der Frage "Wie Flüchtlinge vermeiden?":

 

Liebe Menschen, vor allem liebe Intellektuelle:

Legt "intelligentes Verhalten" an den Tag. Zum intelligenten Verhalten hin führt Euch, dass Ihr die "menschlichen 10 Grundwerte" lebt, Soziopathen unter Euch verbannt, und beginnt die Menschenrechte auf die Menschen abzustimmen und nicht nur auf die Wohlhabenden.

 

Beginnen könnt ihr mit dem "richtig gestellten Artikel 1":

Feststellungen: Die meistens Menschen auf diesem Planeten Erde sind unfrei und mit ungleichen Rechten geboren.

Die wenigsten Menschen haben Vernunft und Gewissen.

Je gescheiter, reicher und mächtiger ein Mensch ist, umso weniger sind Vernunft und Gewissen anzutreffen.

Aus diesem Grunde werden die weiteren Menschenrechtsgesetze, die Artikel 2 bis 30 erlassen, damit mehr Gleichheit für die Menschen auf diesem Planeten Erde entsteht.

Das bedeutet, dass die Besitzenden ihren Besitz* teilen müssen, damit mehr Gerechtigkeit herrscht und sich ALLE auf Augenhöhe und im Geiste der Brüderlichkeit begegnen können.

Ulrich H. Rose vom 22.11.2015

 

* Wer berechtigt die Besitzenden zu "ihrem" Besitz: Die von den Besitzenden selbst gemachten Gesetze und auch der "alte Artikel 1 der Menschnerechte", damit der Rest der Menschen in Abhängigkeiten und in der Gosse lebt.

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Das Prinzip, welches hier diesem "nicht verstehen wollen" der Intellektuellen zugrunde liegt ist "Der blinde Fleck beim Denken".

 

Mal anders gesagt: Wenn die Intellektuellen verstehen würden, was das Problem für die Mehrzahl der Menschen sie selbst sind - dies sind die Gescheiten unter uns - dann würde das ein Eingeständnis bedeuten, ein Zugeben, eine Bankrotterklärung ihres SELBST!

 

Genauso, wie ich hier das "nicht verstehen wollen" als ursächlichen Gründe für das Elend und die Gräueltaten dieser Welt aufführe, genauso verhält es sich auch beim Glauben.

 

Für einen logisch denkenden Menschen ist es schlimm mit anzusehen, wie sich die Masse Mensch hier auf diesem wunderbaren Planeten Erde verhält. Kontraintelligent und gläubig. Eine Katastrophe für diesen Planeten und den größten Teil der darauf lebenden Menschen.

 

Ulrich H. Rose am 09.04.2017

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